Erstellt am 04. April 2016, 07:49

von NÖN Redaktion

Labenbacher über Knittl: „Er war ein großes Vorbild“. Vizeortschef lobt Karl Knittl, Alt-Obmann des Fremdenverkehrsvereins. Er wurde 85 Jahre alt.

Karl Knittl hatte auch die Idee, den Lilienfelder Weinfrühling zu veranstalten. Foto: NÖN-Archiv  |  NOEN, NÖN-Archiv

Am Freitag wurde Abschied von Karl Knittl genommen. Der Ex-Obmann des Fremdenverkehrsvereines verschied am 20. März im 86. Lebensjahr. „Wir wissen seinen wertvollen Einsatz und seine Hilfsbereitschaft zu schätzen. Er war ein großes Vorbild“, würdigt Vizeortschef Wolfgang Labenbacher den Verstorbenen.

„Dursthof-Wirt“ mit Leib und Seele.

Geboren wurde Knittl am 10. Oktober 1930 in Traisen. Nach der Pflichtschule erlernte er den Beruf des Modelltischlers in der VOEST Alpine, danach ging er nach Amerika. Dort arbeitete er für General Motors als Spezialist für das Gießen von Kurbelwellen. Über 20 Jahre waren die USA sein Lebensmittelpunkt.

In einem Alter, wo die meisten schon an die Pensionierung denken, wechselte Knittl den Beruf und wurde „Dursthof-Wirt“ mit Leib und Seele. Labenbacher: „Der Weltbürger, der auf fast allen Kontinenten gearbeitet hat, hat sich mit viel Energie in unserer Stadt eingebracht.“

1996 übernahm Knittl den Fremdenverkehrsverein. Über zehn Jahre war er Obmann und regte unter anderem Sanierungen des Wasserfallsteiges sowie der Aussichtswarte Parapluie an. Auf seine Initiative wurde 2006 auch der Lilienfelder Weinfrühling gegründet.