Erstellt am 09. Februar 2016, 05:43

von Markus Zauner

Lifte: Erfolgreiche Schadensbegrenzung. Nach Pleite zu Weihnachten melden Lifte ordentliche Semesterferien. JUFA reißt Hotellerie in Annaberg heraus, Minus in Mitterbach.

Rita Elger, Franz Xaver Hebenstreit, Michelle Schmid, Bianca Schmid und Hannah Schachinger gehörten zu den begeisterten Wintersportlern, die die Semesterferien im Annaberger Skigebiet verbrachten.  |  NOEN, Heidlmair

Katzenjammer hatte in den Weihnachtsferien wegen der Wettermisere und der daraus resultierenden Besucherflaute bei den Liftbetrieben geherrscht. Die soeben zu Ende gegangenen Semesterferien für Wien und Niederösterreich waren wegen der Extreme — einmal Winter-, einmal Frühlingstemperaturen — zwar auch eine Hochschaubahn der Gefühle, Karl Weber, der Geschäftsführer der Annaberger Lifte, ist unterm Strich aber nicht unzufrieden.

„Die Semesterferien lagen, vorrangig wegen des verregneten Montags, leicht unter dem Schnitt der letzten Jahre. Spitzentag war der 6. Februar mit 2.500 Besuchern“, berichtet er von einer erfolgreichen Schadensbegrenzung. Der Annaberger Lifte-Chef hofft in dieser Saison, gute Wochenenden vorausgesetzt, noch einen durchschnittlichen Winter mit rund 85.000 Gästen zu schaffen.

6.500 Gäste auf der Gemeindealpe

Dienststellenleiter Andreas Markusich von der Gemeindealpe Mitterbach verweist ebenfalls auf eine ansprechende Woche: „Wir haben in den Semesterferien rund 6.500 Gäste registriert. Das sind annähernd so viele wie im Vorjahr, wo ein Gästerekord verzeichnet wurde. Besonders gut angenommen wurden dabei unsere Events, bei denen den Gästen neben dem sportlichen Angebot ein buntes Rahmenprogramm mit jeder Menge Highlights zur Verfügung gestanden ist.“ Der am stärksten frequentierte Tag war auf der Gemeindealpe der Faschingssamstag mit 1.242 Fahrgästen.

Die Hotellerie zieht in Annaberg zur Wintersaison unterschiedliche Bilanz. Während die alteingesessenen Betriebe laut Tourismuslady Kathalin Burger bei einer Auslastung von rund 75 Prozent ein leichtes Minus zum Vorjahr zu verzeichnen hätten, erwartet Burger dank des heuer erstmals in die Bilanz einfließenden neuen JUFA-Hotels für die gesamte heurige Wintersaison in Annaberg ein Nächtigungsplus von 40 bis 50 Prozent. „Wir können für diesen Winter schon sehr zufrieden sein“, freut sich Burger.

Mitterbach: 70 bis 80 Prozent Auslastung

Die Super-Auslastung des 208-Betten-Hotels bestätigen die JUFA-Verantwortlichen. Am Beispiel der Semesterferien: „Wir hatten von 29. Jänner bis 7. Februar 1.500 Übernachtungen. Das JUFA Annaberg war voll. Nur vereinzelt sind ein oder zwei Zimmer frei gewesen, es waren fast ausschließlich Familien mit Kindern im Hotel“, schildert JUFA-Sprecher Volker Höferl. Details zur JUFA-Bilanz im Artikel unten.

Nicht unzufrieden mit den Nächtigungszahlen für Mitterbach zeigt sich der örtliche Tourismusobmann Ernst Zuser. „Wenn die Semesterferien auch nicht funktioniert hätten, wäre das aber ein Wahnsinn gewesen“, weiß Zuser. Er meldet für die Gemeinde eine Auslastung der Quartiere in den Semesterferien von 70 bis 80 Prozent. Da könne von einer durchwegs „guten Buchung“ gesprochen werden.

Insgesamt gibt es in der Mitterbacher Hotellerie in diesem Winter freilich ein spürbares Minus. Zuser konstatiert „ein Viertel weniger Nächtigungen als in der letzten Wintersaison“.