Erstellt am 21. April 2016, 06:04

von Markus Zauner

"Lilienfeld hat hier Pionierarbeit geleistet". Festredner lobten Einrichtung, die in Lilienfeld ihren Anfang genommen und landesweit Schule gemacht hat.

Rathaus Lilienfeld Gemeindeamt  |  NOEN, NÖN

Vier Landeskommandanten, ein Präsident, ein Landeseinsatzleiter: Hochkarätig besetzt war am Mittwoch an der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld die Jubiläumssitzung anlässlich des 25. Sicherheitsstammtisches.

Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller erinnerte an die Geburtsstunde des Sicherheitsstammtisches am 14. Mai 2003 als Folge des Großbrandes bei der Firma Neuman, der die Einsatzkräfte am 1. April desselben Jahres in Atem gehalten hatte. „Diese Einrichtung hatte man in dieser Form im gesamten Bundesland Niederösterreich nicht gekannt“, so Kemetmüller.

Burkhard Fend, neben Alt-FF-Bezirkskommandant Helmut Warta, Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner und Peter Gessl (Geschäftsführer des Roten Kreuzes Traisental) einer der vier Gründungsväter der Sicherheitsstammtische, erklärte indes: „Nach dem Großbrand bei der Firma Neuman wurden viele kritische Stimmen laut.“ Da habe sich die Frage gestellt, was es „brauche, damit das Miteinander der Einsatzkräfte effektiver wird“. Die Antwort waren die Sicherheitsstammtische, die seit besagtem 14. Mai 2003 regelmäßig unter der Federführung der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld abgehalten werden.

Mitterbacher Liftbergung als Positivbeispiel

Der Grundtenor der weiteren Festredner war ähnlich: Die Sicherheitsstammtische zum Erfahrungsaustausch der einzelnen Einsatzorganisationen seien vor allem wegen der sozialen Komponente unverzichtbar. Speziell, weil sich die einzelnen Akteure, von der Feuerwehr über die Rettung und die Polizei bis zum Bundesheer, dabei persönlich kennenlernen. Und das wirke sich wiederum positiv auf die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Einsätzen aus — was auch gleich anhand eines Filmbeitrags dokumentiert wurde, der die Bilderbuchrettung jener 39 Personen dokumentierte, die im Februar am Sessellift der Gemeindealpe Mitterbach festgesessen waren.

„Diese Einrichtung hatte man in dieser Form im gesamten Bundesland Niederösterreich nicht gekannt.“ Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller

Martin Gurdet, Landeseinsatzleiter des Österreichischen Bergrettungsdienstes, brachte es auf den Punkt: „Lilienfeld hat Pionierarbeit geleistet. Die Sicherheitsstammtische wurden seither vielfach im ganzen Land kopiert.“ Und, wie es sich für einen Sicherheitsstammtisch gehört, kam nach dem kurzweiligen und informativen offiziellen Teil im Anschluss auch das gesellige Beisammensein bei Speis und Trank nicht zu kurz.