Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:48

von Markus Zauner und Astrid Krizanic-Fallmann

Nach Dreharbeiten jetzt Ausstrahlung. Teils in Lilienfeld gedrehte SOKO-Donau-Folge und in Hohenberg entstandener Kurzfilm werden im Dezember gezeigt.

Thomas Schubert, Regisseur Bernhard Wenger und Erwin Steinhauer (von links) am Set.  |  NOEN, Eli Brucker

Nachdem an die 20 Jagdhäuser im ganzen Land unter die Lupe genommen worden waren, rückte die 25-köpfige Filmcrew zum Hohenberger Thorhof aus.
Dort standen fünf Tage lang inmitten idyllischer Naturlandschaft Innen- und Außenaufnahmen für den 15-Minuten-Streifen „Jungwild“ am Programm, ein Großteil des Filmteams nächtigte im Stift Lilienfeld. Das war alles im September dieses Jahres.

Im Rahmen des von Drehbuchautor und Regisseur Bernhard Wenger mit organisierten Fünf-Gänge-Menü-Filmabends feiert der Kurzfilm (zum Inhalt siehe Info-Box) nun am Samstag, 19. Dezember, um 19 Uhr im Top Kino Wien Premiere. Erwin Steinhauer und Thomas Schubert, welche die Hauptrollen spielen, werden zur Erstaufführung als Ehrengäste erwartet.

„Unfassbar schön“ war Set für Gregor Seberg

Regisseur Bernhard Wenger zeigt sich im NÖN-Gespräch bescheiden: „Da man mit einem Kurzfilm im Vergleich zu einem Langfilm kein allzu großes Publikum erreichen kann, ist es wichtig, dass der Film bei Festivals von einem interessierten Publikum gesehen wird. Zusätzlich noch Auszeichnungen für den Film zu erhalten, wäre eine schöne Würdigung der Arbeit.“

Teile der fünften Folge „Der Kronzeuge“ der elften Staffel von SOKO Donau wurden indes im heurigen Juni fast eine Woche lang am Anwesen Kleinreith von Gottfried und Helga Wegerer in Lilienfeld gedreht.
Ausstrahlung ist am Dienstag, 29. Dezember, um 20.15 Uhr in ORF 1. „Wir sind schon neugierig, was man von unserem schönen Lilienfeld sieht“, sagt Gemeinderätin Helga Wegerer, „wir freuen uns sehr, dass unser Bauernhaus ausgewählt wurde und es macht uns ein bisschen stolz.“ Als „unfassbar schön“ bezeichnete auch Schauspieler Gregor Seberg, der in der Krimiserie den Ermittler Oberstleutnant Helmuth Nowak verkörpert, im NÖN-Interview das abgeschiedene Set am Berg.

Die Vermittlung des Schauplatzes erfolgte über die Stadtgemeinde Lilienfeld. Als Maske und Garderobe dienten Räumlichkeiten des ehemaligen Gasthauses Unterhuber am Platzl.
Bei den Aufnahmen der Koproduktion von SATEL-Film mit ORF und ZDF dabei waren weiters die deutschen Mimen Stefan Jürgens als „Major Carl Ribarski“ sowie Jochen Nickel in der Rolle des zu beschützenden Buchhalters. Regie führte Olaf Kreinsen, Kameramann war Kai Longolius.
Zum rund 40 Personen umfassenden Team gehörte außerdem Marcel Gramm. Der Lichttechniker stammt aus dem St. Veiter Ortsteil Schwarzenbach und ist in die Lilienfelder Ski-hauptschule gegangen.

Zum Inhalt

 „Jungwild“ behandelt mit dem Vater-Sohn-Konflikt ein ernstes Thema. Der achtzehnjährige Spross (Thomas Schubert) eines Jägers (Erwin Steinhauer) lebt am Land, wo er dem Alltag in der Familie nur schwer entfliehen kann. Die Berge sind seine Grenzen. Er geht lieber in Discos, als an die Zukunft zu denken. Doch als ihn sein Vater mit auf die Jagd nimmt, gesteht der Sohn erstmals, dass er nicht seinen Beruf übernehmen will.

 SOKO Donau: Ein Buchhalter der kaukasischen Mafia will als Kronzeuge gegen seine Arbeitgeber aussagen. Doch sein Versteck in Wien wird aufgespürt. Helmuth Nowak und Carl Ribarski bringen ihn in einem „safe house“ unter, nur die Kontaktpolizistin vor Ort weiß Bescheid. Dann tauchen gewaltbereite Jugendliche bei dem einsamen Haus auf. Doch wollen sie wirklich nur Party feiern?