Erstellt am 18. Januar 2016, 07:44

von Astrid Krizanic-Fallmann

Konzert soll die Integration fördern. Neuer Verein „Miteinander“ und Musiker laden in Lilienfeld zur interkulturellen Begegnung.

Peter Schubert, Klarinette, Sängerin Katharina Einsiedl, Hubert Pfeiffer, Marimba, Vibraphon, sowie Roland Lensch (von links), Saxophon, Klavier, gestalten das Musikprogramm des Benefizkonzertes am Freitag. Foto: privat  |  NOEN, ROLAND LENSCH

Die Integration von Flüchtlingen soll das Benefizkonzert am Freitag, 22. Jänner, um 19.30 Uhr im Cellarium des Stiftes unterstützen.

Das Programm mit Kompositionen von Henry Purcell und Johann Sebastian Bach gestalten vier heimische Musiker. Der neue Verein zur Förderung eines respektvollen Zusammenlebens in der Region Lilienfeld, „Miteinander“ (

), ist der Organisator.

„Helfen kann nur die Strategie der kleinen Schritte“

„Lilienfeld ist gewöhnt an Flüchtlinge. Seit vielen Jahrzehnten prägen sie das Straßenbild. Diesmal aber ist es besonders auffällig, es sind viele. Und das macht Angst, führt zur totalen Überforderung“, sagt „Miteinander“-Obfrau Brigitte Danner-Steigenberger.

Eine „große Lösung für diese Krise“ gäbe es ihrer Meinung nach nicht. „Helfen kann nur die Strategie der kleinen Schritte, wie zum Beispiel mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Deutsch zu lernen“, so Danner-Steigenberger.

Der Erlös aus den freien Spenden findet beim Deutschunterricht für jugendliche Flüchtlinge Verwendung, denn die Kosten für Lernmaterialien, Bücher und Schreibausstattung finanzieren die ehrenamtlichen Helfer selbst.

„Mit Beiträgen von Flüchtlingen wird der Abend bereichert und in der anschließenden Agape besteht die Möglichkeit zur interkulturellen Begegnung“, ergänzt Geschäftsführer Gerald Danner vom Katholischen Bildungswerk der Diözese St. Pölten, welcher die Veranstaltung moderiert.


Zur Benefizveranstaltung

Sopranistin Katharina Einsiedl sowie die drei Musiker Roland Lensch, Hubert Pfeiffer und Peter Schubert möchten für das Konzert die Barockmusik vom Feinsten etwas anders erklingen lassen. „Wir versuchen die Grundgedanken der Komponisten aufzugreifen und durch ungewöhnliche Instrumentierung auf unsere eigene Weise zu interpretieren“, kündigt Roland Lensch an.

„Es ist eine Musik, die für einen oder mehrere Augenblicke, für eine Weile, in uns verharrt, ehe sie wieder verstummt. In diesen Augenblicken kann diese Musik in uns Gefühle von Glück oder Zufriedenheit hervorrufen. Sie kann Zeiten und Kulturen überbrücken und gleichzeitig in immer neuem Gewand erscheinen“, sagt Lensch.