Erstellt am 22. Dezember 2015, 05:08

von Markus Zauner

Lilienfeld: Nein zu mehr Flüchtlingen. Gemeinderat segnete einstimmig Forderung ab: Stadt lehnt weitere Schaffung von Quartieren für Asylwerber ab.

Die »Lolita« ist Lilienfelds große Flüchtlingsunterkunft.  |  NOEN, zVg

"Lilienfeld übererfüllt seine Verpflichtung bei der Aufnahme von Asylwerbern/Asylberechtigten beziehungsweise Flüchtlingen und ihrer Unterbringung", zitierte Bürgermeister Herbert Schrittwieser (ÖVP) am Mittwoch aus einem Resolutionsantrag, den der Stadtrat dem Gemeinderat zum Beschluss empfahl.

In Zahlen heißt das: Aktuell sind rund 190 Asylwerber im Gemeindegebiet untergebracht, das entspricht einer Quote von mehr als sechs Prozent in Relation zur Bevölkerungszahl.

„Eine weitere Steigerung der Anzahl von Asylwerbern würde zu einer Überforderung in verschiedenen Bereichen der Lilienfelder Gesellschaft führen.“ Ortschef Herbert Schrittwieser

„Die gesetzlich vorgesehene Aufnahmequote ist daher übererfüllt. Eine weitere Steigerung der Anzahl von Asylwerbern würde zu einer Überforderung in verschiedenen Bereichen der Lilienfelder Gesellschaft führen“, so Schrittwieser weiter. Widerspruch gab es von den Mandataren keinen. Die Forderung passierte den Gemeinderat einstimmig.

Land soll keine Verträge mehr abschließen

Festgehalten werden in der Resolution dezidiert folgende drei Punkte:

  • Das Land NÖ soll weder an Organisationen beziehungsweise Vereine, noch an Privatpersonen im Gemeindegebiet von Lilienfeld weitere Asylwerber zuteilen und keine Betreuungsverträge mehr abschließen.
  • Die Stadtgemeinde Lilienfeld lehnt die weitere Schaffung von Quartieren für Asylwerber ab. Alle Überlegungen und Pläne in diese Richtung widersprechen dem erklärten Willen der Gemeinde.
  • Die Stadt fordert auch private Unterkunftgeber dazu auf, für Asylwerber keine weiteren Quartiere mehr zur Verfügung zu stellen.

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