Mariazell

Erstellt am 23. April 2017, 07:30

von NÖN Redaktion

Großprojekte in Planung. Barrierefreiheit, Brandschutz und thermische Sanierung stehen beim Mariazeller Schulzentrum an. Auf neuesten Stand soll auch der Bahnhof in St. Sebastian gebracht werden.

Viel zu tun hat Ortschef Manfred Seebacher.  |  NOEN, Krizanic-Fallmann

Die Vorplanungen für zwei umfangreiche Projekte sind derzeit in Mariazell im Gange. „Eine große Herausforderung ist das Schulzentrum, in dem Arbeiten für die Herstellung der Barrierefreiheit und des Brandschutzes sowie eine thermische Sanierung notwendig sind“, sagt Bürgermeister Manfred Seebacher. Eine zusätzliche Schwierigkeit ergebe sich durch die Höhenunterschiede des Gebäudekomplexes, welcher überdies in verschiedenen Jahrzehnten entstanden ist.

Schülerzahl leicht angestiegen

Der Umbau wird nach ersten Kostenaufstellungen mit rund 12 Millionen Euro beziffert. „Nicht unzufrieden“, ist das Stadtoberhaupt hingegen mit der Entwicklung der Schülerzahlen. „Diese sind momentan leicht im Steigen, von fünf Klassen Volksschule kann auf sechs Klassen erweitert werden“, weiß Seebacher, „die Geburtensituation hat sich verbessert.“

Handlungsbedarf bestünde aber bei der Kinderbetreuung. Für Volksschüler bis zehn Jahre gibt es einen Hort. Die Kindergärten haben jedoch nur bis 13 Uhr geöffnet. „Hier müssen wir Lösungen suchen, die sind ebenfalls mit Geld verbunden“, merkt er an.

Bahnhof wird erneuert

Gemeinsam mit der NÖVOG soll der Bahnhof in St. Sebastian auf den neuesten Stand gebracht werden. Bahnsteige, Überdachungen und eine Vorplatzgestaltung sind vorgesehen. Rund fünf Millionen müssen aufgebracht werden. „Dazu wird versucht, das Land Steiermark mit ins Boot zu holen“, berichtet Seebacher zur Finanzierung.

„Auf Schiene“ ist mittlerweile mit der neuen Ortsstelle des Roten Kreuzes und dem mit 1. Oktober 2016 eröffneten Gesundheitszentrum das Nachnutzungskonzept des Landeskrankenhauses. Noch nicht vollständig fertig ist der Pflegeheim-Zubau, das zweite Pflegeheim in Mariazell noch in Betrieb.

Eine Sorge weniger hat der Bürgermeister mit dem seit längerem geschlossenen Hallenbad. „Wir konnten aus dem Vertrag aussteigen, hatten aber Abschlagszahlungen zu leisten“, so Seebacher. Dass eine derartige Einrichtung für den Mariazeller Tourismus gut wäre, ist ihm klar. Die Aufwendungen dafür seien aber nicht bewältigbar.