Mariazell

Erstellt am 20. Oktober 2016, 06:04

von Astrid Krizanic-Fallmann

Traditionspflege: Tracht hilft Museum . Heimathaus erhält so wie beim Herrenmodell auch Teil vom Verkaufspreis des neuen Mariazeller Lodenjankers für Frauen.

Der edle Damenjanker trägt die Handschrift von Gabi Arzberger.  |  Patrick Weissenbacher

Fast ein Jahr nach der Präsentation des Herrenjankers nach Vorlage der legendären Tracht der Krupp-Jäger folgt eine Variante für Frauen.

„Die Stimmen wurden lauter, dass die Damen auch ein besonderes Kleidungsstück tragen wollen“, weiß Andreas Schweighofer, der Obmann des Mariazeller Heimathauses. Entstanden ist das edle Gewand in Kooperation mit dem Kaufhaus Caj. Arzberger unter Gabi Arzberger. Die Jacke ist keine Abwandlung des Männermodells, sondern wurde nach alten Mustern aus weichem leichten Loden in Kombination mit traditioneller Stickerei, feinen Nähten und Knöpfen aus echtem Hirschhorn gefertigt. Beim Erwerb wird sie mit den Initialen der Besitzerin als Zeichen der Individualität sowie Zugehörigkeit personalisiert.

Naturausstellung im „Geschichtsspeicher“

„Die Umsetzung war durch das partnerschaftliche Zusammenwirken von Wirtschaft, Kultur und Traditionspflege möglich“, sagt Schweighofer über die regionale Kreation für den guten Zweck. 140 Euro pro verkauftem Mariazeller Damenjanker gehen nämlich an das Heimathaus. Vom Preis des Herrenjankers fließen 150 Euro. Von Letzterem wurden bislang an die 60 Stück an den Mann gebracht, weiß der Obmann.

Das Heimathaus feiert 2017 40-jähriges Jubiläum. Die Arbeiten zum Anbau „Geschichtsspeicher“ sind abgeschlossen. „Er wird momentan mit Leben befüllt und die Naturausstellung aufnehmen“, informiert Schweighofer. „So wird Natur vor allem auch für unsere jungen Museumsbesucher in Zukunft begreifbar vermittelt.“ Am Vorhaben „Geschichtsspeicher“ kann man sich übrigens mit einer Geldspende beteiligen. „Die Bausteinaktion läuft noch und wir sind dankbar für jede Unterstützung“, merkt er an.