Erstellt am 19. Januar 2016, 17:53

Mehr Jobsuchende im Vorjahr gezählt. Erhöhung der Arbeitslosigkeit betrug im Bezirk 9,6 Prozent. 1.376 Personen schafften Rückkehr ins Erwerbsleben.

Angespannt ist die Lage am Arbeitsmarkt, weiß die Lilienfelder Leiterin Margareta Selch.  |  NOEN, © Mag. Barbara Vanessa Ederer,

Eine durchwachsene Bilanz 2015 zieht das Arbeitsmarktservice (AMS) Lilienfeld. Rund 10.047 Personen waren im Jahresdurchschnitt unselbstständig beschäftigt, das bedeutet ein Minus von 0,2 Prozent. Gleichzeitig hat aber auch die Zahl der arbeitslosen Personen mit einem Plus von 9,6 Prozent auf 932 im Jahresdurchschnitt stark zugenommen. „Rechnet man die Teilnehmer an AMS-geförderten Schulungen hinzu, waren jahresdurchschnittlich insgesamt 1.105 Lilienfelder jobsuchend“, gibt AMS-Geschäftsstellenleiterin Margareta Selch Auskunft.

Wiedereinstieg besser im Vergleich zu 2014

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt konnten die AMS-Mitarbeiter viel für ihre Kunden erreichen.

„Bis Ende Dezember waren 1.376 Jobsuchende wieder in Beschäftigung. Damit liegt das Jahresergebnis 2015 über den Werten des Jahres davor“, betont Selch. „Viele von ihnen gehören der Generation 50+ an, sind Jugendliche, Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen und solche, die bereits ein Jahr und länger auf Jobsuche gewesen sind.“ Gegenüber 2014 verzeichnet das AMS Lilienfeld bei den Arbeitsaufnahmen von Jobsuchenden ein Plus von 75 (+5,8 Prozent).

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen verdoppelte sich im Vorjahr gegenüber 2014 nahezu. 178 Personen waren ein Jahr und länger vorgemerkt. „Gleichzeitig ist es gelungen, mehr Personen dieser AMS-Kundengruppe wieder Chancen am Arbeitsmarkt zu eröffnen“, berichtet Selch. „40 Arbeitssuchende aus dem Bezirk mit einer Vormerkdauer von zwölf Monaten und mehr haben im letzten Jahr den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben geschafft. Das sind um 185,7 Prozent mehr als 2014.“

Kampagne für ältere Generation greift

Fast jeder dritte Langzeitarbeitslose aus dem Bezirk ist 50 Jahre alt oder älter. „Einmal arbeitslos geworden, ist es bei angespannter Lage am Arbeitsmarkt für Golden Ager besonders schwer, im Berufsleben wieder Fuß zu fassen“, weiß die AMS-Chefin. Die Zahl der arbeitslosen Lilienfelder, die der Generation 50+ angehören, ist 2015 weiter gestiegen: um 7,3 Prozent auf jahresdurchschnittlich 272 Personen.

Gleichzeitig ist bis Ende Dezember 241 Jobsuchenden ab 50 Jahren der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben gelungen. „Das sind um 18 mehr. Ein Zeichen, dass unsere Kampagne Einstellungs-Sache 50+ Wirkung zeigt“, erklärt Margareta Selch.