Erstellt am 10. November 2015, 16:02

von Nadja Straubinger

Mieter ärgert Zins-Erhöhung. Insgesamt steigen Kosten um fast 140 Euro. Alpenland will Sache noch einmal prüfen.

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Für schlechte Laune bei den Mietern sorgt derzeit eine Zins-Erhöhung in einem Alpenland-Wohnhaus in Marktl. „Im Sommer wurde die Miete bereits um 70 Euro erhöht. Aber mit Anfang Jänner 2016 soll es zu einer weiteren Anhebung für künftige Reparaturen kommen“, berichtet ein Mieter. Er habe die Wohnung bereits mit Jänner 2016 gekündigt, muss aber noch bis März die Miete bezahlen.

„Wir ziehen aus, warum soll ich für etwas bezahlen, das ich nicht mehr konsumieren werde“, so der verärgerte Mieter. Insgesamt muss er um 137 Euro mehr zahlen, als beim Einzug in die Wohnung. „Das ist kein leistbares Wohnen mehr“, stellt der Mieter fest. Viele bedürftige Menschen würden in den Wohnungen wohnen — und diese wissen jetzt zum Teil nicht wohin.

Schwierige Vermietungssituation in Marktl

Norbert Steiner, Obmann der Gemeinnützigen Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Alpenland, erklärt: „ Die Kostenerhöhungen in Marktl entstehen zum Teil aus den stärker steigenden erforderlichen Zahlungsbeiträgen des Mieters aufgrund des dort verwendeten Förderungsmodells, andererseits aufgrund erhöhter Aufwendungen für Instandhaltungen.“ Der Alpenland sei aber bekannt, dass es sich in Marktl um eine schwierige Vermietungssituation und einen empfindlichen Wohnungsmarkt handle. Steiner schickt voraus: „Wir werden in Hinblick auf die Probleme die Vorschreibungen so rasch wie möglich nochmals prüfen.“