Mitterbach am Erlaufsee

Erstellt am 13. August 2016, 04:53

Bahnhof Erlaufklause kundenfreundlicher. Über eine Million Euro wurden in die Erneuerung investiert. Das verbesserte Beleuchtungssystem erhöht die Sicherheit.

Das neue Wartehäuschen in der Station Erlaufklause gefällt nicht allen. Es hagelt Kritik.  |  zVg

Ab sofort steht den Fahrgästen der Mariazellerbahn ein neuer Bahnhof in Erlaufklause zur Verfügung.

„Wir haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt und eine neue kundenfreundliche Station für die Bahnfahrer geschaffen“, informiert Verkehrslandesrat Karl Wilfing. Insgesamt wurden rund 1,1 Millionen Euro in die Erneuerung des Bahnhofsbereichs investiert. „Damit konnten wir unter anderem einen neuen Bahnsteig und einen modernen Kundenbereich errichten, womit wir den Komfort für die Gäste weiter gesteigert haben. Mit einem verbesserten Beleuchtungssystem haben wir zudem die Sicherheit im Bahnhofsbereich erhöht. Erlaufklause ist bestens für die Zukunft gerüstet“, bekräftigt Wilfing.

Bereits im Frühjahr wurden notwendige Maßnahmen in Angriff genommen. „Wir haben auf der Mariazellerbahn auch in Erlaufklause Umbauarbeiten am Gleis durchgeführt. In den kommenden Wochen wird noch die Oberleitungsanlage angepasst“, erklärt NÖVOG-Geschäftsführer Gerhard Stindl. Er fand sich mit Landesrat Wilfing, Bürgermeister Alfred Hinterecker aus Mitterbach und Dienststellenleiter Anton Hackner zum Lokalaugenschein ein.

Zug fährt mit Strom aus regionaler Wasserkraft

Heuer wurden schon mehrere wichtige Sanierungen fertiggestellt. „Dafür haben wir alles in allem rund neun Millionen Euro in die Hand genommen und unsere Bahn damit fit für die Zukunft gemacht“, so Wilfing.

Entlang der Strecke konnten zahlreiche Instandhaltungen durchgeführt werden. Insgesamt wurde an 29 Abschnitten gewerkt. Knapp 50 der 84 Streckenkilometer waren betroffen. Fast 18 Kilometer Schienen wurden neu verlegt. Komplett renoviert wurde außerdem die Station Kirchberg an der Pielach.

Verlängert wird indes die Zusammenarbeit zwischen EVN und NÖVOG. Die Mariazellerbahn fährt weiterhin mit Strom aus regionaler Wasserkraft. 1911 wurde in Annaberg das Speicherkraftwerk Wienerbruck errichtet. Dieses war für die Versorgung der zu dieser Zeit längsten durchgehend elektrifizierten Bahnstrecke der Welt zuständig. Aufgrund der immer größeren Beliebtheit waren die Kapazitäten bald ausgereizt. 1924 wurde das zweite Speicherkraftwerk Erlaufboden errichtet. Beide sind bis heute in Betrieb. „Vor über 100 Jahren ein Pionierprojekt, passt die Kombination aus öffentlichem Verkehr und regionaler, nachhaltiger Energieversorgung perfekt zu den Bedürfnissen einer modernen Verkehrs-, Klima- und Energiepolitik“, meint der Landesrat.