Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:43

von Markus Zauner

Mountainbikestrecke entpuppt sich als Hit. Muckenkogel-Öffnung für Radfahrer bildet laut Ortschef ,,wertvollen Wirtschaftsfaktor“. Auch Hüttenwirte zufrieden. LILIENFELD / 

Das legalisierte Mountainbiken auf der Haupt-Forststraße des Muckenkogels hat den Hüttenwirten Umsatzzuwächse beschert.  |  NOEN, NÖN

Derzeit gilt für Radfahrer auf der seit Mai geöffneten Haupt-Forststraße des Muckenkogels die Wintersperre. Die Bilanz über das erste Bestandsjahr der Mountainbikestrecke fällt bei den Hüttenwirten freilich durchwegs positiv aus. „Wir haben einen schönen Umsatz mit den Radfahrern gemacht“, berichtet etwa Helmut Schroffenauer von der Klosteralm. „Speziell am Wochenende waren sehr viele Mountainbiker da“, ergänzt der Hüttenwirt.

Weil nicht gezählt wird, kennt auch Bürgermeister Herbert Schrittwieser keine genauen Zahlen. Fest steht für ihn aber: „An Top-Tagen war es im Sommer eine dreistellige Summe an Radfahrern. Speziell für die Hütten ist die Mountainbikestrecke ein wertvoller wirtschaftlicher Faktor geworden.“

Mountainbike-Boom in Lilienfeld

Als nächste Stufe sei nun die Ankurbelung des Nächtigungstourismus in Lilienfeld als Folge des Mountainbiker-Booms gefragt, meint Schrittwieser in seiner Funktion als Obmann des Tourismusverbandes Traisen-Gölsental. Dazu bedürfe es freilich eines „verbesserten Zimmerangebotes in Lilienfeld“. Als weitere Bedingung nennt Schrittwieser „ein noch besser deklariertes und abgestimmtes Streckennetz für Mountainbiker in der Region, mit dem aktiv in die Werbungsstrategie gegangen werden kann“. Der Kunde brauche „mehr Abwechslung“, urteilt der Tourismusobmann.

Zurück zur neuen Mountainbikestrecke am Muckenkogel: Was die Einhaltung der Nutzungsbestimmungen angeht, scheiden sich die Geister. Während Schrittwieser nur von „einigen schwarzen Schafen“ spricht, die die Fairplay-Regeln bisher missachtet haben, und Schroffenauer 95 Prozent ins Treffen führt, die die vorgegebenen Zeiten beachten, ortet Jagdpächter Rudolf Gürtler „gar viele, die sich nicht an die Freigabe nur einer Route halten“.

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