Erstellt am 05. Oktober 2015, 08:26

von NÖN Redaktion

Chance auf Preis. Stück „Glanzstoff“ des Landestheaters St. Pölten nominiert. Auch drei Lilienfelder wirkten bei Bürgerproduktion mit.

Mehrere Figuren verkörperte Merten Gareiß in »Glanzstoff«. Fotos: Landestheater/Nurith Wagner-Strauss  |  NOEN, Landestheater/Nurith Wagner-Strauss
„Daran haben wir überhaupt nicht gedacht“, freuen sich Obmann Merten Gareiß, Stellvertreterin Astrid Krizanic-Fallmann und Margit Meiringer von der Theaterspielgruppe Lilienfeld über die für sie überraschende Bekanntgabe.

Laiendarsteller als Mitwirkende bei Uraufführung

Die leidenschaftlichen Laiendarsteller gehörten so wie etwa die St. Pöltnerin Caroline Schindele, die am BG/BRG Lilienfeld unterrichtet, zu den 55 Mitwirkenden der Bürgerproduktion 3.0 „Glanzstoff“ des Landestheaters St. Pölten.

Die Uraufführung wurde nun mit drei Mitbewerbern in der Kategorie „Spezialpreis“ für den Nestroy-Preis 2015 nominiert. An wen die Auszeichnung geht, wird sich bei der Gala am 2. November im Wiener Ronacher zeigen.



Das von Schriftsteller Felix Mitterer geschriebene Stück „Glanzstoff“ rollt exemplarisch die Firmengeschichte des gleichnamigen St. Pöltner Viskosegarn-Herstellers auf.

Großes Interesse: Acht statt drei Vorstellungen

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In der Inszenierung von Regisseurin Renate Aichinger wurden die 12 Szenen von der Eröffnung 1906 bis zur Betriebseinstellung 2008 in Form eines Stationentheaters in Hallen und im Freien des ehemaligen Fabriksgeländes umgesetzt.

Aufgrund des großen Publikumsinteresses fanden Anfang Mai nicht nur die ursprünglich drei geplanten Aufführungen, sondern letztlich acht Vorstellungen statt.

Detail am Rande: Die Schließung der Glanzstoff erfolgte unter Eigentümer Cornelius Grupp, dem Chef der Lilienfelder Parade-Unternehmen Neuman und Prefa.