Erstellt am 10. März 2016, 05:04

von Gila Wohlmann

Neue Maschinen bei Schmid. Neue Drei-Stufen-Presse und moderner Härteofen modernisieren den Betrieb.

Patrick Großberger und Schmid-Schrauben-Geschäftsführer Andreas Gebert (von links) bei der neuen Drei-Stufen-Presse.Wohlmann  |  NOEN

Schmid Schrauben hat modernisiert und eine funkelnagelneue Drei-Stufen-Presse angeschafft. „Damit sind weitaus kompliziertere Umformungen wie bisher möglich“, schildert Gebert weiter. Eine knappe Million Euro hat das High-Tech-Gerät aus Japan gekostet. Die Einschulung an der Maschine erfolgte durch einen Experten aus Japan. Bei der Abnahme in Nagota vor Ort durfte Schmid-Schrauben-Facharbeiter Patrick Großberger sein. Der 22-Jährige zeigte sich über seinen beruflichen Asien-Aufenthalt begeistert: „Die Japaner sind wirklich sehr korrekte Leute.“

 „Durch diese Maschine können wir unsere Kapazität erweitern“, erläutert Geschäftsführer Andreas Gebert. 

150 Schrauben pro Minute produziert die neue Maschine. „Natürlich eine Umstellung, aber alles kann man lernen“, meint der junge Metalltechniker zur Drei-Stufen-Presse. Doch diese ist nicht die einzige Neuanschaffung von Schmid Schrauben. Großbergers Vater Franz (58 Jahre) bedient als Härteleiter den neuen Härteofen. „Der alte Ofen war rund 30 Jahre im Einsatz“, schildert er, der selbst seit vielen Jahren bei Schmid Schrauben arbeitet. „2,5 Millionen Euro insgesamt, davon zwei Millionen alleine für den Ofen selbst, waren als Projektvolumen vorgesehen“, berichtet Gebert. Auch durch diese Maschine erreicht die Firma eine Kapazitätserweiterung. Schmid Schrauben möchte immer am neuesten Stand sein, denn die große Konkurrenz des asiatischen Raumes ist natürlich gegeben, wie Gebert bestätigt. Dabei betont er, dass es bei den Kunden ein Umdenken gegeben hätte: „Diese setzen auf Nachhaltigkeit und kurze Transportwege.“

 „Die Auftragslage ist derzeit gut“

Das 150-Mitarbeiter-Unternehmen hat in der Schraubenproduktion in Österreich das Monopol inne, auf europäischer Ebene ist die Konkurrenz auch überschaubar. „Die Auftragslage ist derzeit gut“, freut sich Gebert, dass sein Unternehmen im Bezirk Arbeits- und Lehrplätze schafft. Stolz ist er auch auf das zertifizierte Energiemanagement, vergeben durch TÜV Austria, das die Firma heuer für seine Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz verliehen bekommen hat.