Erstellt am 04. November 2015, 17:02

von Markus Zauner

Neuer SP-Chef kassiert gleich VP-Schelte. Gehsteigbau sei SPÖ um Parteichef Fischer nicht wichtig, so Lechner. Fischer dementiert und zeigt sich von Lechner „enttäuscht“. ST. VEIT / 

 |  NOEN, Gemeinde St. Veit

Ein paar Wochen ist er erst im Amt, schon muss Christian Fischer, der neue SPÖ-Gemeindeparteivorsitzende, Kritik von ÖVP-Frontfrau Christine Lechner einstecken.

„Fischer will laut seiner Aussage in der NÖN für das Umsetzen der versprochenen Projekte zur Gemeinderatswahl sorgen. Schön, doch allein mir fehlt der Glaube“, ätzt Lechner. Als Beispiel führt sie die Causa Gehsteig Kropfsdorf an. „Wie kann es sein, dass vor der Gemeinderatswahl den Bewohnern von Kropfsdorf von der SPÖ versprochen wurde, dass 2015 nun endlich der Gehsteig entlang der Bundesstraße gebaut wird, dafür auch schon schriftlich die Zusage von Landeshauptmann Erwin Pröll für den Assistenzeinsatz der Straßenmeisterei vorliegt, aber nichts passiert?“, kritisiert Lechner.

Die VP-Fraktion habe das Thema im Rahmen der Aktion Schutzengel aufgegriffen und einen Antrag gestellt, damit dieses Thema endlich im Gemeinderat behandelt werde. „Nein, das Thema wird von der Mehrheitsfraktion nicht für wichtig erachtet, denn es wurde in der letzten Gemeinderatssitzung nicht behandelt. Herr Fischer, machen Sie Ihr Versprechen wahr und setzen Sie versprochene Vorhaben auch um“, fordert Lechner.

Umsetzung laut SP nach Vorhandensein von Geld

Fischer spielt den Ball an Lechner zurück: „Der von Kollegin Lechner zitierte Antrag an den Gemeinderat konnte nach Rücksprache mit Bürgermeister Johann Gastegger nicht auf die Tagesordnung genommen werden, da er formell nicht richtig eingebracht wurde.“

Er habe aber vollstes Vertrauen, dass seine Parteikollegen Johann Gastegger und der Vorsitzende des Bauausschusses, Vizeortschef Helmut Fischer, den Gehsteigbau in Kropfsdorf „nach Vorhandensein der finanziellen Mittel auch umsetzen werden“, betont Christian Fischer im NÖN-Gespräch.

„Vielleicht ist es die Art von Lechner, mir so ihre Gratulation kundzutun.“ Christian Fischer

Über die Vorgangsweise Lechners zeigt sich der SPÖ-Chef „verwundert und ein wenig enttäuscht“. Fischer: „Meine Wahl zum SPÖ-Gemeindeparteiobmann zum Anlass zu nehmen, ein so wichtiges Vorhaben anzusprechen und das nicht, wie es üblich ist, in einem persönlichen Gespräch zu klären, sondern über die Medien, ist für mich sehr bedenklich und nicht förderlich für eine gute Zusammenarbeit im Sinne der St. Veiter Bevölkerung. Vielleicht ist es aber die Art von Lechner, mir so ihre Gratulation kundzutun.“