Erstellt am 08. Juni 2016, 16:15

von Markus Zauner

NÖN-Leser sichtete verdächtige Schlange. Mann meldete Entdeckung im Schlosswald. Es könnte die vor Tagen entwischte Schlange gewesen sein, Nachschau blieb erfolglos.

So sieht die entwischte Schlange aus.  |  NOEN, Foto: privat

Das Rätselraten um jene schwarze Schlange, die ungiftig oder giftig sein könnte, geht weiter. Das Reptil war (

und unten) in einem aus Indien eingeführten Container bei der Firma Bichler in Rohrbach entdeckt und fotografiert worden, ehe es entwischte. Eine Bestimmung der Schlangenart aufgrund des angefertigten Bildes war nicht möglich.

Mehrstündige Suchaktion verlief ergebnislos

„Am 7. Juni teilte mir ein Gemeindebürger, der den NÖN-Bericht gelesen hatte, mit, dass er am Wochenende im Rohrbacher Schlosswald eine schwarze Schlange gesichtet und er eine solche Schlangenart noch nie gesehen hätte“, schildert Bürgermeister Karl Bader.

Der Ortschef reagierte umgehend und setzte sich mit dem Schlangensachverständigen Georg Jachan in Verbindung. Das Ergebnis der Beratung: An den Eingängen zum Schlosswald wurde die Aufstellung einer Informationstafel vereinbart, ebenso eine Nachschau.

Die mehrstündige Suchaktion verlief am Mittwoch freilich ergebnislos — keine Spur von der Schlange. Und auch eine Nachschau in den angrenzenden Gärten der Firma Bichler brachte nicht den gewünschten Erfolg. Bader: „Dabei wurden auch die Bewohner beraten und ihre Fragen beantwortet.“

Schlangenexperte Georg Jachan beruhigt: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die entwichene Schlange nicht mehr gesichtet werden.“ Zudem betonte er im Gespräch mit Ortschef Bader, dass „von den rund 3.500 weltweit bekannten Schlangenarten nur etwa 10 Prozent giftig sind.“ Daher sei im gegenständlichen Fall „die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein ungiftiges Tier handelt.“

Gemeinde lädt zum Informationsabend

Auf die leichte Schulter nimmt der Gemeindechef die Schlangensichtung allerdings nicht. Gemeinsam mit Jachan informierte Bader die Leiter der Volksschule und des Kindergartens. Zudem lädt die Gemeinde mit Jachan am Dienstag, 21. Juni, um 19.30 Uhr in den Mehrzwecksaal der Gemeinde zu einem Informationsabend. Thema: „Heimische Schlangen und der Umgang mit gefährlichen exotischen Tieren.“

Bader weiß: „Schlangen sind grundsätzlich scheu und verkriechen sich vor Menschen. Dennoch ist Vorsicht geboten, man soll sich keiner Schlange nähern.“

Wer eine verdächtige Schlange sichtet, wird um Hinweis bei der Gemeinde Rohrbach gebeten. Bader: „Wenn möglich, sollten jedenfalls Fotos angefertigt werden.“