Erstellt am 09. Februar 2016, 11:02

von Markus Zauner

ÖVP plädiert für ein Gesundheitszentrum. Geht es nach der ÖVP, soll verwaistes Objekt bald für Arzt und ASBÖ genutzt werden. SPÖ-Ortschef winkt ab.

Ortschef Johann Gastegger hofft, dass sich im ehemaligen Zielpunkt-Gebäude in St. Veit ein Betrieb ansiedelt.  |  NOEN, NÖN

Keine konkreten Kaufinteressenten gibt es nach der Pleite der Handelskette Zielpunkt für die seit Ende 2015 ungenutzte, ehemalige Zielpunkt-Filiale neben der B 18.

Der Vorschlag der ÖVP daher: Die Gemeinde soll das Objekt aus der Konkursmasse erwerben und hier ein Gesundheitszentrum einrichten. „Arzt und ASBÖ-Rettungsstelle, die nicht mehr zeitgemäß ist, könnten in Zukunft im alten Zielpunkt-Gebäude barrierefrei untergebracht werden“, schildert ÖVP-Frontfrau Christine Lechner ihr Verständnis von „Weitblick“.

Noch keine konkreten Kosten

Konkrete Kostenschätzungen für ein derartiges Unterfangen haben die Schwarzen nicht. Teurer als die beim ASBÖ geplante Erweiterung und der Einbau eines Liftes im Arzthaus, in dem Mediziner Alfred Stalzer ordiniert, käme die ÖVP-Variante aber wohl nicht, glaubt Lechner. Denn: „Für den Umbau bei der Rettung gibt es eine (nicht barrierefreie) Grobplanung mit geschätzten Kosten von rund 100.000 Euro, der Einbau des Liftes im Arzthaus käme auf 30.000 Euro“, rechnet Lechner vor. Zudem könne das Arzthaus auch verkauft werden.

Bürgermeister Johann Gastegger von der Mehrheitsfraktion SPÖ winkt ab: „Ich kann dem ÖVP-Vorschlag sehr wenig abgewinnen. Der Kauf des Zielpunkt-Gebäudes kommt für mich nicht in Frage. Die ASBÖ-Rettungsstelle und die Arztpraxen sollen im Ortszentrum bleiben. Ein Verkauf des Arzthauses ist für mich kein Thema.“

Wegen der günstigen Lage hofft Gastegger noch immer, dass sich im verwaisten Zielpunkt-Gebäude ein Betrieb ansiedelt: „Auch die Post-AG wartet derzeit noch auf eine Kaufentscheidung und gegebenenfalls auf die Übernahme der Postpartner-Agenden.“

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