Erstellt am 04. Januar 2016, 08:04

von Nadja Straubinger

Prefa baute Schutzhütte in Frankreich. Nach der Hörnlihütte am Matterhorn hat das Lilienfelder Unternehmen ein weiteres, prestigeträchtiges Projekt umgesetzt: die Hütte am La Meije in 3.450 Meter Höhe.

Das Refuge de L’Aigle auf dem La Meije wurde mit Fassadenpaneelen des Lilienfelder Unternehmens Prefa eingedeckt  |  NOEN, Croce&Wir

3.450 Höhenmeter, Windgeschwindigkeiten bis zu 215 km/h, Temperaturunterschiede von bis zu 40 Grad und Schnee bis über den Dachfirst – diesen Herausforderungen musste sich der Architekt und passionierte Bergfex Jacques Félix-Faure bei der Sanierung der 1911 erbauten Schutzhütte Refuge de L’Aigle am La Meije stellen. Er setzt auf das Lilienfelder Unternehmen Prefa, das heuer sein 70-jähriges Jubiläum am Standort feiert, als Partner: „Es hat hervorragende Alpin-Referenzen“, berichtet Félix-Faure, der auf das Prefa-Projekt der Hörnlihütte auf dem Matterhorn in der Schweiz verweist. Die Fassadenpaneele von Prefa seien die einzigen, welche die extremen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht aushalten.

Das verwendete Aluminium hat einige Vorteile: Es ist leicht zu transportieren, es ist sehr lange haltbar und wetterfest, aber auch belastbar. Ohne Probleme können Solarpaneele aufgebracht werden. Weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht des Werkstoffes. Teile der Konstruktion wurden bereits im Tal zusammengebaut und dann per Hubschrauber auf den Berg geschafft.

„Rund um das vorhandene Holz und die Balken der alten Hütte wurden neue Fundamente gelegt und die Holzkonstruktion ummantelt“, berichtet der Architekt. In dieser Höhe muss Trinkwasser aus Schnee geschmolzen werden, weil Aluminium nicht ausgast, ist es dafür bestens geeignet. „Die Elemente können problemlos recycelt werden und sind damit ressourcenschonend einsetzbar“, erklärt der Architekt.