Lilienfeld

Erstellt am 20. Juni 2016, 12:30

von Nadja Straubinger

„Problem wird jetzt erkannt“. Andrä Rupprechter stellte Zehnpunkteplan vor. Reinhold Mader begrüßt die Vorschläge aus dem „Milchdialog“.

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Der sinkende Milchpreis macht auch den Bauern im Bezirk zunehmend zu schaffen. Letzte Woche stellte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter einen Zehnpunkteplan zur Unterstützung der Milchbauern vor.

„Es war wichtig, dass der ,Milchdialog‘ stattgefunden hat. Das Problem wird jetzt als solches erkannt“, freut sich der Obmann der Bezirksbauernkammer Lilienfeld, Reinhold Mader. Er ist aber überzeugt, dass Österreich das Problem alleine nicht lösen können wird. Es müsse EU-weit angegangen werden.

"Eine Dotierung mit Geldmitteln ist auf jeden Fall sinnvoll“


Um die Überproduktion einzudämmen, gibt es den Vorschlag eines finanziellen Anreizes für einen Milchlieferverzicht der Molkereien. „Freiwillig wird das nicht passieren. Eine Dotierung mit Geldmitteln ist auf jeden Fall sinnvoll“, so Mader. Auch ein Ende des Russland-Embargos würde einen positiven Effekt bringen.

Der vorgeschlagene Rabatt bei der Sozialversicherung geht für Mader in die richtige Richtung: „Das ist bei sinkendem Einkommen eine geeignete Maßnahme.“ Ein durchschnittlicher Milchbetrieb spare dadurch rund 1.500 bis 2.000 Euro, sagte Rupprechter.