Erstellt am 03. Juni 2016, 13:20

von Markus Zauner

Rätselraten um entwischte Schlange im Bezirk Lilienfeld. Ob Reptil aus Übersee stammt, giftig oder ungiftig ist, lässt sich nicht sagen. Behörde rät zur Vorsicht, Panik sei aber unangebracht.

So sieht die entwischte Schlange aus.  |  NOEN, Foto: privat
Ein nicht alltäglicher Fall einer Schlangensichtung beschäftigt die Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld. In einer Werkshalle in Rohrbach wurde in einem Container aus Übersee eine etwa 50 Zentimeter lange, dunkle Schlange entdeckt, welche in weiterer Folge ins Firmengelände entwischte. Zuvor gelang es freilich noch, das möglicherweise beim Verladen in Indien eingeschleppte Reptil zu fotografieren. . .

Das Problem: Ein von der Behörde zugezogener Schlangenexperte konnte aufgrund des vorliegenden Bildmaterials sowie der Aussagen der Mitarbeiter nicht zuverlässig feststellen, ob es sich um eine ungiftige oder giftige Schlange handelt.

Nachschau verlief negativ: Schlange futsch

„Die Werkshalle sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile durchsucht, die Schlange konnte jedoch nicht mehr aufgefunden werden“, informiert Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller.

In einem am Freitag an die Gemeinden Rohrbach, St. Veit, Hainfeld und Traisen geschickten Informationsschreiben rät Kemetmüller zur Obacht: „Bei Aktivitäten im Freien, insbesondere in der Nähe von möglichen Verstecken wie Erdlöchern, dichten Hecken, Spalten, unter Steinen etc., ist Vorsicht geboten.

Grundsätzlich sollte man sich einer Schlange niemals nähern.“ Panik sei aber nicht angebracht. Einerseits stehe ja nicht fest, ob das Tier giftig ist. Andererseits „verkriechen sich Schlagen meist, sind sehr scheu und fliehen grundsätzlich vor Menschen“, weiß Kemetmüller.

Details in der kommenden Ausgabe der NÖN Lilienfeld.

Auch im Bezirk Mödling gab es kürzlich "Schlangen-Alarm":