Ramsau

Erstellt am 31. August 2016, 05:00

von Claudia Stöcklöcker

Betrug: Ebbe im Geldbörsl. Einkommen als Vertreterin reichte für Ramsauerin nicht. Von Kunden kassiertes Geld steckte sie in die eigene Tasche.

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Als Vertreterin versuchte eine Ramsauerin, ihr Auslangen zu finden. Weil ihr Einkommen aber nicht reichte, prellte sie ihren Arbeitgeber. Wegen gewerbsmäßigen schweren Betruges sitzt sie nun vor dem Richter.

Provisionen habe die Angeklagte zu Unrecht bezogen und von Kunden kassiertes Geld nicht an den Dienstgeber abgeliefert, wirft ihr die Staatsanwaltschaft vor. Rund 24.000 Euro soll der Schaden betragen.

Vor dem Richter gesteht die Angeklagte nur teilweise, Kundengelder will sie nicht eingesackt haben. Im Prozess sucht sie vergeblich nach Erklärungen, die sie in diesem Vorwurf entlasten sollen.

"Beweislage ist glasklar"

Von „Tohuwabohu“ spricht ihr Verteidiger, von Ungereimtheiten berichten ihre Kunden. „Ich habe bar bezahlt, im Vertrag steht Ratenzahlung“, erzählt eine Zeugin. „Meine Rechnung wollte sie auf einen anderen Namen ausstellen“, erklärt eine andere.

Für den Richter steht fest: „Die Beweislage ist glasklar“, sagt er und verhängt ein Jahr bedingt (nicht rechtskräftig).

Und er warnt die Angeklagte: „Fürs Erste müssen Sie keinen Strafvollzug befürchten, aber ob Ihrer Exekutionsregisterdaten sind Sie extrem gefährdet.“