Ramsau

Erstellt am 24. August 2016, 05:47

von Markus Zauner

So wollen die Parteien punkten. Kindergartenlösung ist VP, Bürgerliste und SP zentrales Anliegen. FP macht sich für leistbares Wohnen stark.

Wahl  |  NOEN, www.bilderbox.com

Die Neuwahl des Gemeinderates am 11. September naht mit Riesenschritten. Die NÖN wollte von den Spitzenkandidaten jeweils die drei wichtigsten Wahlkampfthemen wissen.

Für die ÖVP um Frontfrau Gertraud Steinacher hat der Kindergartenneubau oberste Priorität: „Der positive wasserrechtliche Bescheid ist eingetroffen, somit können die Architektenarbeiten in Angriff genommen werden.“ Ebenfalls im Programm der Schwarzen verankert sind weitere Sanierungsarbeiten in der Volksschule. „Die veralteten Holzböden in verschiedenen Klassen beziehungsweise Lehrerzimmern und teils auch am Gang müssen erneuert werden“, skizziert Gertraud Steinacher.

Sanierung und Ausbau

Sanierung und Ausbau der Güterwege und Gemeindestraßen rangieren bei der ÖVP zudem unter den drei wichtigsten Themen. „Beim Güterweg Schneidbach sind Sanierungsmaßnahmen aufgrund der zugesagten Fördermittel schon in Arbeit beziehungsweise die Reparaturarbeiten aufgrund von Unwetterschäden in Vorbereitung. Auch in der Katastralgemeinde Unterried sind in der Berggasse Reparaturarbeiten aufgrund von Kanalsenkungen notwendig“, schildert die ÖVP-Frontfrau.

„Die Räumung von Bächen und deren Zuläufen von Geröll und Schotter sowie Schuttablagerungen ist schon längst überfällig“, nennt SPÖ-Spitzenkandidat Erich Prischl den Hochwasserschutz als ein Ziel.

„Thema wird schon Jahre diskutiert“

Unter den SPÖ-Themen findet sich weiters die Förderung von Arbeitsplätzen und Schaffung von Wohnraum für Jungfamilien, um diese, so Prischl, „von einer Abwanderung abzuhalten und Zuwanderung zu ermöglichen“. Wie die Schwarzen greifen auch die Roten das Thema Kindergarten auf. Egal, ob Umbau oder Neubau: Prischl reklamiert eine Ausschreibung und die Erstellung eines Finanzierungsplans. Das Thema werde schon Jahre diskutiert.

Alle vier um Mandate ritternden Gruppierungen plädieren für Zusammenarbeit, FPÖ-Spitzenkandidat Erwin Wlach führt diese speziell an: „An oberster Stelle steht für uns, Ramsau wieder in ruhige Gewässer zu bringen. In unser Dorf muss Ruhe und Frieden einkehren. Unsere Gemeinde braucht einen Neuanfang mit frischen Gesichtern und neuem Zugang.“

"Miteinander" top gereiht

Top gereiht ist das „Miteinander“ auch bei Stefan Steinacher von der Bürgerliste: „Ich will als neutraler und unabhängiger Bürgermeister ein friedliches Miteinander in der Gemeinde schaffen. Gemeinsam mit meinem bewährten und kompetenten Team kann ich für seriöse Gemeindearbeit in Ramsau garantieren.“

Ähnlich der SPÖ wollen die Freiheitlichen „leistbares Wohnen für die Jugend und junge Familien“ umsetzen. Wlach: „Zum leistbaren Leben gehört leistbares Wohnen. Wenn wir wieder ein belebtes Ortszentrum wollen, müssen wir alles versuchen, weiter Wohnraum zu schaffen. Wir setzen uns einerseits für leistbare Wohnungen in unserem Gemeindegebiet ein, andererseits ist es uns wichtig, Baugründe für Familien zur Verfügung zu haben.“ Ein Punkt ist die Wohnraumschaffung auch für Stefan Steinacher: „Neue Wohnungen für die Jugend und betreutes Wohnen für Senioren sind mir wichtig.“

Anliegen: Sperrmüll- und Problemstoffsammlung

Ein weiteres Anliegen der FPÖ ist indes die Sperrmüll- und Problemstoffsammlung. „Wir streben eine Lösung an, dass jede Ramsauerin und jeder Ramsauer 1 Mal im Monat die Möglichkeit hat, den Sperrmüll selbstständig und ordnungsgemäß zu entsorgen“, schildert Wlach.

Und die Bürgerliste nennt der NÖN als drittes großes Wahlkampfthema das Anpacken anstehender Projekte. „Dabei sollen auch alle interessierten Gemeindebürger einbezogen werden. Wir werden vernünftige und leistbare Lösungen für Kindergarten, Hochwasserschutz und Kläranlage ausarbeiten und Ramsau erfolgreich in die Zukunft führen“, verspricht Stefan Steinacher.