Erstellt am 27. Mai 2016, 05:54

von Astrid Krizanic-Fallmann

Schnuppern in.  Sozialfestival-Projekte / Pflanzen für „Herbar Annaberg“ gesammelt, ANNABERG / Mit gleich acht Vorhaben ist die Gemeinde Annaberg beim Sozialfestival „Tu was, dann tut sich was“ am stärksten vertreten.

Auf Einladung von Wolfgang und Claudia Kubelka zeigte Walter Till (r.) das Anlegen eines Herbars vor.  |  NOEN, Kessel

Mit gleich acht Vorhaben ist die Gemeinde Annaberg beim Sozialfestival "Tu was, dann tut sich was" am stärksten vertreten. Der „Kunst des Herbarisierens“ nahmen sich nun die beiden Projekte „Unsere Pflanzen können was“ und das „Annazentrum“, gemeinsam mit dem Kulturverein Annaberg, an. Hineinschnuppern in die Welt der botanischen Wissenschaft konnte man bei Walter Till, Kustos des über 1.000.000 Belege umfassenden Herbars des Instituts für Botanik der Universität Wien.

„Er führte die interessierte Gruppe auf launige und doch präzise Art in die schönen Seiten des Anlegens ein“, schildert Kulturvereinsobfrau Claudia Kubelka. Damit ist der erste Schritt für ein „Herbar Annaberg“ gemacht. Kubelka: „Nach und nach sollen so die wichtigsten der ungefähr 800 Pflanzenarten der Annaberger Region gesammelt werden und zum Vergleich, zur Bestimmung, dauerhaft zur Verfügung stehen.“

Gestartet ist auch die Eltern-Kind-Seminarreihe mit dem Thema „Kinderseele kennen lernen“ unter Referentin Regina Wagner-Renth.

Austausch ist sehr hilfreich

„Dieses ist auf große Resonanz gestoßen“, weiß Initiatorin Veronika Nutz. „Es ist sehr hilfreich, sich mit anderen Müttern auszutauschen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Das Seminar hilft dabei, zu reflektieren und die Reaktionen der Kinder, aber auch die eigenen, bewusst wahrzunehmen und zu hinterfragen.“

16 Frauen aus Annaberg, Mitterbach, St. Aegyd und Mariazell sind dabei. „Wir sind Mütter und Großmütter, aber auch Kindergartenpädagoginnen machen aus beruflichem und privatem Interesse mit“, sagt Veronika Nutz. Die Kinderbetreuung wird ebenfalls sehr gut genützt. Nutz: „Nur durch dieses Angebot können die Mütter auch teilnehmen. Zwischen 8 und 14 Kinder im Alter von 1 bis 8 Jahren sind während der Seminare mit einer liebevollen Kinderbetreuung im Turnsaal der Volksschule.“

Integration durch Sport

Integration durch Sport ist indes Obmann Guido Kraft und Pfarrer Pater Justin Minkowitsch ein Anliegen. Der FC Annaberg organisiert regelmäßig Fußballtrainings mit den im Ort lebenden Asylsuchenden. Durch Freundschaftsspiele mit anderen ortsansässigen Vereinen soll ein Kontakt über den Fußballplatz hinaus geschaffen werden. Ein Höhepunkt davon ist das Turnier am 25. Juni.

Um 11 Uhr treffen Hobbymannschaften aus der Region aufeinander. Das Public Viewing der EM startet um 15 Uhr, gefolgt von einem weiteren Turnier. Außerdem erwartet die Besucher auch eine kleine Vorstellung der weiteren Annaberger „Tu-was“-Projekte.