Erstellt am 09. November 2015, 07:26

von NÖN Redaktion

Schüler gestalteten Schau. Jugendliche ernteten für Ausstellung viel Lob. Sie wollten Gefallene des Zweiten Weltkrieges in Erinnerung rufen, aber auch ein Zeichen für den Frieden setzen.

Die Projektgruppe, jetzt bereits in der vierten Klasse, präsentierte in der Aufbahrungshalle die von ihnen gestaltete Ausstellung. Mit dabei bei „Sie hätten noch so gerne gelebt“ waren: Liridona Bequiri, Jaqueline Hintermayer, Tanja Horvat, Anja Lashofer, Sandra Pfannhauser, Corinna Reischer, Janine Völker, Steve Bauer, Florian Daxböck, Fabian Häupl, Manuel Hartmann, Daniel Heinz, Dominik Hinterwallner, Armin Philipp, Robin Rohrer, Onur Sahin, Florian Stari (alle im Bild) sowie Stefanie Daxbeck und Projektbetreuer Johann Gastegger (nicht im Bild). Foto: privat  |  NOEN, privat

„Sie hätten noch so gerne gelebt“, lautete der Titel einer von den Schülerinnen und Schülern der dritten Klassen der Neuen Mittelschule St. Veit im Schuljahr 2014/15 gestalteten Ausstellung. Die Arbeiten erfolgten im Schwerpunktfach „Entdecken“.

x  |  NOEN, privat

Mit diesem Projekt wollten die jungen Leute 70 Jahre nach Kriegsende einerseits die aus St. Veit stammenden Gefallenen des Zweiten Weltkrieges in Erinnerung rufen, aber auch ein Zeichen für den Frieden setzen.

An den Totengedenktagen Allerheiligen und Allerseelen wurde die Ausstellung nun in der Aufbahrungshalle am Friedhof der Bevölkerung präsentiert.

„250 junge St. Veiter starben im 2. Weltkrieg“

Fotos, Sterbebildchen, Briefe und die lange Liste mit Alter, Todestag und dem letzten Frontabschnitt wurden ausgestellt. Die selbst gebastelten Kreuze mit den Ländern, in den die Soldaten den Tod fanden, wurden im Eingangsbereich des Friedhofes platziert.

„Insgesamt verloren rund 250 junge St. Veiter im Zweiten Weltkrieg das Leben. Rund 50 Zivilisten starben bei den Kampfhandlungen im Gemeindegebiet“, weiß Projektbetreuer Johann Gastegger.

Zahlreiche Friedhofsbesucher zeigten reges Interesse am Projekt der Schuljugend und zollten der tollen Leistung hohe Anerkennung. Besonders freute sich die Projektgruppe über die lobenden Worte im Gästebuch und in einem sehr persönlichen Brief.

„Danke auch allen Personen, die Sachen zur Verfügung gestellt haben“, so Gastegger.

„Warum muss es immer wieder Kriege geben?“

Einige Gedanken der Schülerinnen und Schüler zum Thema Frieden im Überblick: „Kriege brechen nur aus, weil Leute Macht haben wollen, deswegen müssen so viele unschuldige Menschen sterben“, so Onur Sahin.

Liridona Bequiri stellt fest: „Wir alle sind froh, in einer Situation wie heute leben zu dürfen!“ Daniel Heinz stellt sich die Frage: „Warum muss es immer wieder Kriege geben?“ Und Fabian Häupl meint: „Krieg ist kaltblütig und löscht Freunde und Familie aus.“