Erstellt am 19. März 2016, 08:30

Schwerverletzt: Scharfer Gegenstand bohrte sich in Kehle. First Responder und zwei Notärzte retten Schwerstverletzten das Leben.

 |  NOEN, Karl Tröstl; Symbolbild

Ein tragischer Notfall ereignete sich am Mittwoch bei der Firma Roth-Technik in St. Aegyd. Mit einem scharfen Gegenstand wird ein junger Arbeiter an der Kehle verletzt. In der Folge kommt es zu einer starken Blutung aus dem Hals und der Patient verliert das Bewusstsein.

Während über Notruf 144 sofort Rettungsmannschaften und die leitende Notärztin Rosemarie Pinz aus Lilienfeld alarmiert werden, eilen die aus Aegyd kommenden Rot-Kreuz-First-Responder zum Notfallort. Aufgrund der kurzen Anfahrt sind die Hilfsmannschaften aus St. Aegyd in weniger als fünf Minuten vor Ort.

"Bei starkem Blutverlust zählt jede Minute"

Die erste am Notfallort eintreffende Sanitäterin und Diplomkrankenschwester Martina Praschl betont: „Gerade bei starkem Blutverlust zählt jede Minute. Es gilt, die Versorgung des Gehirns mit Flüssigkeit und Sauerstoff unbedingt aufrecht zu erhalten. Nur so lassen sich Folgeschäden vermeiden.“ Alexander Kober, Arzt aus Aegyd, kommt mit den First Respondern hinzu.

Es gelingt, einen Beatmungsschlauch in die Lunge einzuführen und dem Patienten so rasch mit genügend Atemluft zu versorgen. „Die Sicherung der Atemwege steht bei Halsverletzungen immer im Vordergrund. Erst wenn der Weg der Luft in die Lunge gesichert ist, kann das Blut wieder genug Sauerstoff aufnehmen“, sagt  der Notfallmediziner und erläutert weiter: „Organe brauchen Sauerstoff. Die Versorgung am Notfallort zielt immer darauf hin, Kreislauf und Atmung wie in diesem Fall auch zu erhalten.“

Atemwege mit Beatmungsschlauch gesichert

Das Rot-Kreuz-Team des Notarztwagens Lilienfeld übernahm zügig die Versorgung und transportierte den Verletzten in das Universitätsklinikum Sankt Pölten, wo im Schockraum die weitere Stabilisierung gelang.

Zwei Tage später erfuhr man aus dem Krankenhaus, dass es dank lückenloser Rettungskette bereits zu einer Besserung des Patientenzustandes gekommen war und Lebensgefahr abgewendet wurde. Elisabeth Schmidt-Wonisch, Bezirksstellenleiterin Rotes Kreuz St. Aegyd, lässt wissen: „Dieser Fall hat wieder bewiesen, wie bedeutend und wichtig es ist, eine gut organisierte Rettungskette im Bezirk zu haben. Intensives Training und Weiterbildung  unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen garantieren  für unsere Bevölkerung eine optimale Versorgung!“
 
Von Rotes Kreuz St. Aegyd