Erstellt am 22. April 2016, 06:04

von Nadja Straubinger

Sicher auf der Alm. Weidetafeln informieren über das richtige Verhalten beim Durchqueren einer Weide. Hunde sollten dabei angeleint sein.

Zum ersten Mal stellten der Alm- und Weidewirtschaftsverein NÖ, die Landwirtschaftskammer und die NÖ Versicherung Tafeln zur Verfügung, die Wanderer und Naturliebhaber auf die Gefahren beim Betreten von Weiden hinweisen sollen.  |  NOEN, zVg

Immer wieder komme es laut Josef Mayerhofer, Obmann des Alm- und Weidewirtschaftsvereins, zu Zwischenfällen mit Weidetieren, sogar einen Todesfall habe es im Bezirk Lilienfeld gegeben. Erstmals wurde den St. Veiter Bauern – auch in Eschenau und Kleinzell machen die Bauern mit – nun Warntafeln übergeben, die Wanderer und Naturliebhaber in Zukunft auf die Gefahren auf der Weide hinweisen sollen.

„Es gab zwar schon von anderen Firmen Infotafeln, aber die waren comicartig und werden von den Menschen nicht wirklich ernst genommen“, so Mayerhofer. Und die Probleme werden mehr, davon ist er überzeugt, weil die Leute auch mehr wandern gehen.

Hunde immer an die Leine nehmen

Rinder sind von Natur aus scheu, daher sei es auszuschließen, dass Wanderer ohne Begleitung von Hunden angegriffen werden. Grundsätzlich sollten Weidebereiche gemieden werden und Wanderwege benützt werden, so können Zwischenfälle mit Rindern vermieden werden. Wenn beim Wandern oder spazierengehen dennoch eine Weide betreten werden muss, sollte man darauf achten, die Tiere nur von der Ferne anzuschauen. „Man sollte nicht zu den Tieren hingehen“, weiß Mayerhofer. Sind Hunde dabei, sollten diese an die Leine genommen werden.

„Wenn sich der Hund den Tieren gegenüber aggressiv verhält, ist es besser, aus der Weide wieder hinauszugehen.“ Josef Mayerhofer

„Wenn sich der Hund den Tieren gegenüber aggressiv verhält, ist es besser, aus der Weide wieder hinauszugehen“, rät der Obmann des Alm- und Weidewirtschaftsvereins. Ist das nicht möglich und ein Weidetier wird aggressiv, sollte man den Hund von der Leine lassen. Meistens geschieht das, wenn Kälber in der Herde sind, denn dann werden diese von ihrer Mutter geschützt.