Erstellt am 23. Mai 2017, 05:30

von Nadja Straubinger

Erneuerbare Energie: Kraftwerk ist auf Schiene . Die Wasserkraftanlage „Husarenmühle“ hat die wasserrechtliche Bewilligung erhalten. Rund 800.000 Euro wird das Projekt kosten. Baustart für Juli geplant.

Bürgermeister Johann Gastegger, Thomas und Franz Zöchling sowie Gemeinderat Andreas Gamböck und Umweltgemeinderat Kent Filek mit dem Plan für das neue Kraftwerk.  |  NOEN, privat

Die alte, hölzerne Wehranlage des Wasserkraftwerks „Husarenmühle“ wurde beim Hochwasser im Mai 2015 beschädigt. Weil der Besitzer beschlossen hatte, das Kraftwerk nicht zu sanieren, übernahm die ReEnergie Zöchling GmbH.

Etwa ein Jahr dauerten die Planungsarbeiten, jetzt ist das Wasserkraftwerk Kropfsdorf wasserrechtlich verhandelt worden. Insgesamt werden dafür an die 800.000 Euro investiert. Geplant ist eine Kaplanturbine der österreichischen Firma GHE - Global Hydro Energy. Eine Schnecke soll als Fischaufstiegshilfe installiert werden. Der Baustart soll im Juli erfolgen.

„Wir wollen den Bürgern die Möglichkeit bieten, sich finanziell zu beteiligen und Verantwortung für die Energieerzeugung der Zukunft zu übernehmen.“ Franz Zöchling, ReEnergie

„Nach langer Projektierungsphase und einem Probestau dürfen wir nun verkünden, dass wir die Bewilligung für das Kraftwerk ,Husarenmühle‘ erhalten haben“, freut sich Franz Zöchling von der St. Veiter Firma ReEnergie. Der Strom aus dem Kraftwerk soll jährlich 500 Tonnen CO -Emissionen einsparen. „Wasserkraft hat in Niederösterreich eine lange Tradition. Über 60 Prozent werden aus Wasserkraft erzeugt“, berichtet Zöchling, dem es wichtig ist, erneuerbare Energie in der Region zu erhalten und noch weiter auszubauen.

Erstmals können sich an einem Projekt von ReEnergie Bürger beteiligen. „Wir wollen den Bürgern die Möglichkeit bieten, sich finanziell zu beteiligen und Verantwortung für die Energieerzeugung der Zukunft zu übernehmen“, sagt Franz Zöchling. Das neu entwickelte Beteiligungsmodell von Rechtsanwalt Markus Distelberger bietet eine Möglichkeit zur Veranlagung. „Alternative Energie braucht auch eine alternative Finanzierung“, zeigt sich Zöchling überzeugt.

Umfrage beendet

  • Wasserkraft St. Veit: Beteiligt ihr euch?