St. Veit an der Gölsen

Erstellt am 27. April 2017, 05:24

von Claudia Stöcklöcker

Mann hortete Waffen. Von Waffen konnte 48-Jähriger trotz Verbots die Finger nicht lassen. Richter vertagt Prozess zur Einholung eines Gutachtens.

 |  APA (Archiv)

„Bei Ihnen musste der Entminungsdienst Granaten im Garten sprengen, weil der Abtransport zu gefährlich war“, wettert ein Richter in einem Prozess gegen einen 48-Jährigen aus St. Veit. Trotz aufrechten Waffenverbots soll der Mann laut Anklagebehörde Waffen bei sich zu Hause gehortet haben. Bei einer Hausdurchsuchung fanden Ermittler bei ihm unter anderem Sturmgewehre und eine Maschinenpistole, Faustfeuerwaffen, Karabiner, Granaten, Tomahawk und Wurfmesser sowie ein Samuraischwert.

Verhängt wurde über den 48-Jährigen das Waffenverbot bereits im Jahr 2008. „Sie dürfen nicht einmal eine Schreckschusspistole besitzen“, sagt der Richter zu ihm.

Warum der St. Veiter die Finger von Waffen nicht lassen kann? Das kann er nicht sagen. „Es ist schwer zu erklären“, meint er dazu.

„Mein Mandant hat in ungeschickter, dummer Art gesammelt, obwohl er es nicht hätte dürfen. Er bedauert, diesen Unsinn gemacht zu haben“, sagt der Verteidiger des St. Veiters. Und der Rechtsanwalt fügt hinzu: „Bei vielem, das bei der Hausdurchsuchung sichergestellt wurde, handelt es sich nicht um Waffen, sondern nur um Waffenbestandteile.“

Dazu möchte der Richter die Meinung eines Experten einholen. Der Prozess wird vertagt.