Erstellt am 07. Dezember 2015, 10:54

von Markus Zauner und Nadja Straubinger

Nach Zielpunkt-Insolvenz : Postpartner geschlossen. Zukunft der St. Veiter Zielpunkt-Filiale und Fortführung der Postpartnerschaft sind offen. Notfalls will Gemeinde Postpartner-Agenden übernehmen.

Postpartner  |  NOEN, www.BilderBox.com

Auch für die Post AG überraschend hat der Insolvenzverwalter der Zielpunkt-Gruppe die Postpartnerschaft aufgekündigt. Seit 4. Dezember ist somit die Postpartnerstelle in der Zielpunkt-Filiale St. Veit geschlossen.

Für die St. Veiter gilt es, bis auf Weiteres nach Hainfeld auszuweichen. „Die bereits hinterlegten Pakete und Briefe müssen nun am Poststandort Hainfeld abgeholt werden“, informiert Post-Pressesprecher Michael Homola. Bürgermeister Johann Gastegger versteht diesen Schritt nicht: „Gerade vor Weihnachten boomt auch das Postpartnergeschäft.“ Er sei im ständigen Kontakt mit dem Verantwortlichen der Post AG. „Das ein schwerer Schlag für unsere Gemeinde“, weiß Gastegger.

"Postpartnerschaft steht wieder zur Debatte"

Noch ist die Zukunft der Zielpunkt-Filiale in der Bauhofstraße nicht entschieden. „Daher wartet man derzeit, ob eine Übernahme erfolgt. Auch eine Postpartnerschaft steht dann wieder zur Debatte“, so Gastegger. Aus diesem Grund habe man seitens der Post AG die Einrichtung noch nicht abtransportiert. „Wir wollen auf jeden Fall wieder einen Postpartner in St. Veit“, verspricht Homola. Es seien auch schon erste Gespräche geführt worden.

Allerdings hat der neue Postpartner eine Vorlaufzeit. „Selbst wenn wir jetzt schon einen gefunden hätten, dauert es sechs bis acht Wochen“, informiert der Pressesprecher. Die Lokalität müsse angeschaut werden, außerdem gebe es Schulungen für die künftigen Betreiber. Im neuen Jahr soll es jedenfalls einen Postpartner in St. Veit geben.

Arbeiterkammer um Hilfe angefragt

Am Freitag fand in St. Veit eine Mitarbeiterversammlung statt, bei der die 13 Angestellten von Insolvenzexpertin Gabriele Umgeher beraten wurden. Einige haben schon um Hilfe angefragt. „Wir bemühen uns, dass die Mitarbeiter bis Weihnachten zumindest das November-Gehalt bekommen“, so AK-Bezirksstellenleiter Burkhard Eberl.


Wie denkst du darüber? Stimm ab!