St. Veit an der Gölsen

Erstellt am 30. August 2016, 04:00

von Markus Zauner

Thema polarisiert: Debatten um Apotheke. Entscheidung über öffentliche Apotheke in St. Veit soll im Herbst fallen, Befürworter und Gegner liefern sich Schlagabtausch.

Das Thema Apotheke in St. Veit sorgt weiter für Gesprächsstoff.  |  privat

Am Status quo hat sich nichts geändert: Das Ermittlungsverfahren zum Antrag der Installierung einer öffentlichen Apotheke in der einwohnerstärksten Bezirksgemeinde ist noch nicht abgeschlossen, bestätigt Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller.

Derweil liefern sich Gegner und Befürworter der Pläne einen munteren Schlagabtausch — auch in diversen Mails an die NÖN-Redaktion. So schreibt etwa Herbert Fiala: „Ich verstehe überhaupt nicht, wie man eine öffentliche Apotheke ablehnen kann. Sie brächte unter Garantie eine Verbesserung für die Bevölkerung.“

Ein Beispiel aus dem Nachbarbezirk St. Pölten bemüht NÖN-Leserin Sonja Malli: „Es gäbe weiter zwei Ärzte in Altlengbach, wenn es keine Apotheke gäbe.“ In bester Gesellschaft befindet sich Malli mit 1.303 Personen, welche die Unterschriftenaktion gegen die Apotheke in St. Veit unterstützt haben.

Sie alle sehen wie die beiden örtlichen praktischen Ärzte Alfred Stalzer und Martin Feistritzer sowie der gesamte Gemeinderat die ärztliche Versorgung in der 3.920-Seelen-Gemeinde gefährdet, weil im Falle einer öffentlichen Apotheke die Hausapotheken der Mediziner geschlossen werden müssten und das Praktizieren damit kaum bis nicht mehr rentabel sei.

Die 1.303 Unterschriften wurden (wie berichtet) Anfang August an die Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld übermittelt, die als zuständiges Organ im Herbst die Entscheidung pro oder contra Apotheke fällen will.

Umfrage beendet

  • Wollt ihr eine Apotheke in St. Veit?