Erstellt am 16. Februar 2016, 05:19

von Markus Zauner und Christian Eplinger

Steinecker schließt Filiale in Lilienfeld. Mit Ende Juni macht das Modehaus Steinecker die Filiale im Einkaufszentrum dicht. Nachfolger gibt es noch keinen.

Die Tage der Steinecker-Filiale im Einkaufszentrum Lilienfeld sind gezählt, bestätigt Firmenchef Gottfried Steinecker.  |  NOEN, NÖN

Seit Ende der 90er-Jahre unterhält das Modehaus Steinecker mit Stammsitz in Randegg (Bezirk Scheibbs) eine Filiale im Einkaufszentrum Lilienfeld. Deren Tage sind nun gezählt.

„Ja, es stimmt, wir werden mit Ende Juni unsere Filialen in Lilienfeld und Kirchberg an der Pielach schließen“, bestätigt Firmenchef Gottfried Steinecker im NÖN-Gespräch. Es sei natürlich immer bitter, wenn man sich aus einer Ortschaft zurückziehe. „Insbesondere auch für die Mitarbeiter, daher bemühen wir uns auch um mögliche Nachfolgelösungen. Aber das ist nicht immer leicht. Hier laufen an beiden Standorten Gespräche“, sagt Steinecker.

Neuausrichtung des Modehauses

Der Grund für die Schließungen liegt in einer Neuausrichtung des Modehauses. „Wir gehen weg von den kleinen Filialen in Fachmarktzentren oder kleineren Ortschaften. Lilienfeld und Kirchberg sind die vierte beziehungsweise fünfte Filiale, die wir in der letzten Zeit schließen. Zuvor war das schon in Scheibbs, Gaming und Weyer der Fall. Für uns sind die kleineren Standorte alleine von der Warenlogistik immer schwieriger zu bedienen“, erläutert Steinecker weiter.

Übernahmen in Krems und Zwettl

Dafür übernimmt die Steinecker Moden GmbH mit 1. Juni die Kaufstraße in der Kremser Fußgängerzone und in Zwettl sowie den K1-Fashion-Store in Krems. Steinecker: „Unser Sortiment ist immer mehr auf das hochwertigere Modesegment und Fachgeschäft inklusive guter Beratung und Änderungsschneiderei ausgelegt. Krems wird vergleichbar sein mit unserem Modehaus in Amstetten oder dem Stammhaus in Randegg. Insgesamt werden wir somit sogar größer und auf 250 Mitarbeiter aufstocken.“

„Die Gemeinde ist bestrebt, die Lücke mit einem neuen Angebot zu füllen.“ Der Lilienfelder Bürgermeister Herbert Schrittwieser

Die Bemühungen um eine Nachnutzung der im Lilienfelder Einkaufszentrum bald leer stehenden Geschäftsflächen sind indes auch seitens der Stadt angelaufen. „Die Gemeinde ist bestrebt, die Lücke mit einem neuen Angebot zu füllen“, versichert Bürgermeister Herbert Schrittwieser. Einen konkreten Nachfolger gibt es derzeit freilich noch nicht. Das bestätigt auf NÖN-Nachfrage auch die zuständige Betreiberfirma des Einkaufszentrums.

Auch die Steinecker-Filiale in Kirchberg wird geschlossen: