Erstellt am 02. März 2016, 16:59

von Markus Zauner und Astrid Krizanic-Fallmann

Tragödie färbt nicht auf Tourismus ab. Nach Ableben achtjähriger Wienerin keine Stornierungen in Annaberger Hotellerie oder bei Schulskikursen.

Im »Jungen Hotel Annaberg« starb die Achtjährige aus Wien an den Folgen einer Lungenentzündung. Foto:  |  NOEN, Heidlmair
Persönlich gekannt hat sie in der Gemeinde niemand: Eine Woche nach dem Tod von Christina (8) im „Jungen Hotel Annaberg“ ist die Betroffenheit im Ort dennoch groß. „Wir sind auch schockiert, es tut uns leid“, sagt etwa Tourismuslady Katalin Burger zum tragischen Ableben des Wiener Mädchens während des Schulskikurses. Die Achtjährige starb an den Folgen einer Lungenentzündung (siehe Info-Box).

Im Gegensatz zum Wilderer-Drama im Jahr 2013 ist ein Medienrummel im Ort diesmal ausgeblieben. „Es werden keine Fragen gestellt, jeder benimmt sich sehr pietätvoll“, schildert Burger.

Die Tragödie zeigt zumindest keine negativen Auswirkungen auf den Annaberger Tourismus. Stornierungen sind in der Hotellerie als Folge des Dramas ausgeblieben, weiß Burger: „Die Leute bringen solche Unglücksfälle nicht mit dem Ort in Verbindung.“ Das bestätigt auch Annabergs Lifte-Chef Karl Weber, der keine einzige Stornierung eines Schulskikurses verbucht. „Die Betroffenheit ist aber natürlich da“, so Weber.

„Die ganze Gemeinde trauert mit und bedauert die Betroffenen.“ Annabergs Vizebürgermeister Matthias Berger

In eine ähnliche Kerbe schlägt Vizebürgermeister Matthias Berger, selber Vater von drei Kindern: „Es ist ein tragischer Vorfall, der überall passieren kann, an dem keiner Schuld hat und alles andere nicht so wichtig ist. Die ganze Gemeinde trauert mit und bedauert die Betroffenen.“