Erstellt am 18. Oktober 2016, 05:07

von Markus Zauner

Bezirkschef Thumpser als CETA-Gegner. SP-Bezirkschef Thumpser lässt sich vom Ja des SP-Präsidiums zum Handelsabkommen der EU mit Kanada nicht beirren. Er ortet jetzt noch mehr Rückenwind für sein Volksbegehren.

Setzt den Kampf gegen die Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA fort:Herbert Thumpser.  |  privat

,,Ich halte die Entscheidung für falsch“: Klare Worte findet der Traisner Bürgermeister und SP-Bezirkschef Herbert Thumpser für die Entscheidung des SP-Bundespräsidiums, das am Freitag grünes Licht für CETA, das umstrittene Handelsabkommen der EU mit Kanada, gegeben hat. Den Kopf in den Sand stecken will der Hauptinitiator des Volksbegehrens gegen die Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA, das (wie berichtet) von 23. bis 30. Jänner 2017 unterzeichnet werden kann, freilich nicht.

Im Gegenteil: „Wir geben jetzt umso mehr Gas“, gibt sich Thumpser kämpferisch. Er ortet aufgrund der jüngsten Entwicklungen noch mehr Rückenwind für sein Nein gegen die Handelsabkommen. Alleine letzten Donnerstag und Freitag habe er um die 50 Mails bekommen, in denen Leute „Unterstützung zugesagt und sich für unsere Standhaftigkeit bedankt haben“, schildert Thumpser.

,,Ich halte die Entscheidung für falsch. „Wir geben jetzt umso mehr Gas.“

CETA-Gegner Bürgermeister Herbert Thumpser

Das Ziel bleibt für den Traisner Ortschef und seine Mitstreiter, die bereits Anfang Mai den Verein „Gegen TTIP, CETA und TiSA“ gegründet hatten, unverändert. Mindestens 100.000 Personen zum Unterschreiben des Volksbegehrens animieren, um eine Behandlung im Parlament zu erreichen. Persönlich spekuliert Thumpser sogar mit 500.000 Unterzeichnern.

Auch wenn sich die SP-VP-Bundesregierung nach dem Ja des SP-Präsidiums auf eine Zustimmung zu CETA verständigt hat, hofft Thumpser, dass mit der Hilfe des Volksbegehrens wesentliche Elemente des CETA-Vertrages letztlich nicht im Parlament ratifiziert werden.