Traisen

Erstellt am 17. April 2018, 05:13

von Gila Wohlmann

Sinnvolle Arbeit, die allen hilft. Dass Arbeiter mit über 50 Jahren Top-Mitarbeiter sein können, beweisen drei neue Helfer im Traisner Außendienst.

Bürgermeister Herbert Thumpser (links) und Gemeindemitarbeiter Gernot Filzwieser (2. v .r.) sind mit der Arbeitsleistung der neuen Mitarbeiter auf Zeit, hier im Bild Memet Gürbüz und Agim Islami (von links), zufrieden.  |  NOEN, privat

„Diese Aktion ist wirklich eine Win-Win-Situation für alle, einerseits für uns als Gemeinde, andererseits für die Arbeitssuchenden.“ Davon ist Traisens Bürgermeister Herbert Thumpser absolut überzeugt.

Derzeit verfügt die Marktgemeinde Traisen über drei neue Mitarbeiter im Außendienst. Diese sind alle 50 plus und wurden, auch wenn es skurril klingen mag, über den Verein „Jugend und Arbeit“, in Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice, vermittelt.

„Die Dauer der Überlassung im Rahmen dieser Aktion beträgt sechs Monate für Frauen oder vier Monate für Männer“, erklärt Lilienfelds Arbeitsmarktserviceleiterin Margareta Selch. Memet Gürbüz und Agim Islami unterstützen in den nächsten Monaten die Traisner Bauhofmitarbeiter bei der Park- und Grünlandpflege, Bernard Clermont ist am Traisner Altstoffsammelzentrum im Einsatz.

„Den Bürgern fällt auch auf, wie gepflegt unsere Grünanlagen in den letzten Wochen sind. Da haben unsere neuen Helfer viel dazu beigetragen.“ Karl Slama, Vizebürgermeister

Das ist nicht das erste Mal, dass Traisen auf solche Arbeitskräfte zurückgreift. In Kooperation mit den Naturfreunden wurden so die Wanderwege in der Vergangenheit restauriert. „Das hat damals so gut funktioniert, dass wir heuer wieder solche Helfer haben wollten“, erklärt Thumpser.

„Diese Beschäftigungsform gilt nur für Personen über 50 Jahre mit besonderen Vermittlungseinschränkungen, insbesondere wegen gesundheitlicher Probleme“, erklärt indes Selch. Mehrere Gemeinden im Bezirk greifen auf solche Arbeitskräfte zurück. Durch diesen Wiedereinstieg soll sich den Arbeitssuchenden, so Selch, die Chance bieten, möglicherweise von den Gemeinden, die sie beschäftigen, übernommen zu werden.

„Außerdem soll sie den Weg in einen geregelten Alltag fördern und Lust aufs Arbeiten machen“, sagt Selch. Die Kosten für die Gemeinden und gemeinnützigen Einrichtungen betragen 350 Euro pro Überlassungsmonat für Vollzeitbeschäftigung, eine entsprechende Aliquotierung erfolgt bei Teilzeit. Der Rest der Lohnkosten wird vom AMS gefördert. Das Entgelt der Projektteilnehmer orientiert sich am Kollektivvertrag für Gemeindebedienstete. „Den Bürgern fällt auch auf, wie gepflegt unsere Grünanlagen in den letzten Wochen sind. Da haben unsere neuen Helfer viel dazu beigetragen“, lobt Vizebürgermeister Karl Slama.

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