Traisen

Erstellt am 02. Dezember 2016, 07:36

von Gila Wohlmann

Südrand: Gestalten mit der Jugend. Mit Marianne Plaimer wurden Kunstobjekte geschaffen. 2017 ist ein Graffiti-Projekt geplant.

Bester Laune beim Kunstprojekt waren Barbara Rieder, Marianne Plaimer, Julia Posch, Sandra Gruber, Robert Binder und Zülfikar Kaya (von links).  |  NOEN, privat

Südrand – die Mobile Jugendarbeit Traisen lud Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 23 Jahren zu einem zweitägigen Kunstprojekt ein.

Unter Anleitung von Marianne Plaimer sind Avatare aus Abfallkarton entstanden. „Ein Avatar ist die einem Menschen zugeordnete Kunstfigur und somit Stellvertreter ihrer Erschaffer“, erklärt dazu die Künstlerin. Jeder schuf dabei seine eigene Identifikationsfigur. „Die Schachteln unterschiedlicher Dimensionen wurden mit Klebeband zusammengefügt und die Avatare dann mit Acrylfarben bemalt.

30 Jugendliche beim „Avatar-Projekt“

„Letztlich stehen diese Avatare als Identifikationsfiguren und die Gesamtheit der entstandenen Figuren zeigt einen Ausschnitt unserer gesellschaftlichen Realität“, so Plaimer. In Hainfeld hat sie mit Flüchtlingskindern und deren Eltern Avatare gebaut, nun sind auch bei Südrand kleine Kunstfiguren entstanden. „Die Arbeit mit Kindern und jungen Menschen macht mir sehr viel Spaß. Mich begeistern die spontanen Gestaltungsprozesse und die originellen Resultate dieser künstlerischen Arbeit“, sagt sie.

Sie hat in Kooperation mit Südrand schon mehrere Projekte umgesetzt. Begonnen hat die Zusammenarbeit mit dem Projekt „Spielzimmer“ 2006. Daraufhin folgte die „Jugendraumschaffung“ 2010, „MAKE SOMETH!NG“ 2011 und „Traisen4Ever“ 2013. „Es ist jedes Mal etwas Tolles entstanden und es hat allen Beteiligten Spaß gemacht“, freut sich Barbara Rieder vom Südrand-Team.

Am „Avatar-Projekt“ haben rund 30 Jugendliche teilgenommen, sei es nun als Gestalter, Beobachter oder Unterstützer. Da das „Avatare gestalten“ bei allen so gut angekommen ist, wird es noch einen Termin am Mittwoch, 30. November, von 14 bis 17 Uhr geben, an dem die angefangenen Figuren fertiggestellt werden können und noch neue entstehen können.

Im Frühjahr 2017 ist ein Graffiti-Kunstprojekt mit Marianne Plaimer geplant.