Traisen

Erstellt am 06. August 2016, 07:44

von Gila Wohlmann

Welt der Kräuter als Schaugarten. Das Gemeinde-21-Bürgerbeteiligungsprojekt widmet sich der Schönheit und Vielfalt heimischen Kräuter. Ein Platz für jedermann.

Zur Präsentation des Kräuterschaugartens fanden sich am Freitag Uschi und Reinhard Wallentin, Marisa Fedrizzi, Herbert Pradl, Sabine Klimitsch, Wolfgang Schädl, Heidemarie Edelmaier, Gerhard Fügl sowie die Musiker Norbert Wallentin und Eva Göbert (von links) ein.  |  NOEN

„Dieser Platz ist auf jeden Fall eine Bereicherung für Traisen.“ Davon ist Herbert Pradl, der als geschäftsführender Gemeinderat für die Gemeinde-21-Projekte zuständig ist, überzeugt. Am Freitag wurde ein Projekt davon, der Kräuterschaugarten, der gegenüber dem Campingplatz Wallentin gelegen ist, eröffnet.

Arbeitskreisleiterin dieses Bürgerbeteiligungsprojektes war geschäftsführende Gemeinderätin Heidemarie Edelmaier. Sie erklärt: „Aus der ursprünglich geplanten Kräuterspirale ist nun aufgrund seiner Vielfalt gleich ein ganzer Kräuterschaugarten geworden.“ Rund 1,5 Jahre dauerte das Projekt bis zu seiner Fertigstellung. Was Edelmaier freut: „Die Kosten haben sich in Grenzen gehalten. Die meisten Baumaterialen stammen direkt vom Bauhof, Pflanzen wurden gespendet, lediglich eine Bank wurde angekauft.“ Bei der Umsetzung wurden die Bürger, die sich daran ehrenamtlich beteiligten, von Gartenplanerin Anneliese Jilka unterstützt. „Unser Ziel war es, einen lebendigen Garten zu gestalten — mit wechselnden, in erster Linie heimischen Kräutern“, schildert Edelmaier weiter.

„Unser Ziel war es, einen lebendigen Garten zu gestalten, mit wechselnden, in erster Linie, heimischen Kräutern.“

Heidemarie Edelmaier, Arbeitskreisleiterin des Kräuterschaugartens

Der Kräuterschaugarten ist in mehrere Bereiche unterteilt, so gibt es ein mediterranes Steinbeet, ein Küchenkräuterbeet sowie ein Heilkräuterbeet. Überdies wurden noch Sträucher mit Naschbeeren gepflanzt. Ebenso zieren Duftkräuter und essbare Blüten den Schaugarten.

Das Hauptgewicht der gepflanzten Kräuter liege aber, so Edelmaier, auf winterharten, heimischen Kräuter. Gepflegt wird der Kräuterschaugarten von einer Gruppe Interessierter, die sich der naturnahen Bewirtschaftung ohne Torf und ohne Pestizide annimmt.

Zur Präsentation des Kräuterschaugartens fanden sich am Freitag Uschi und Reinhard Wallentin, Marisa Fedrizzi, Herbert Pradl, Sabine Klimitsch, Wolfgang Schädl, Heidemarie Edelmaier, Gerhard Fügl sowie die Musiker Norbert Wallentin und Eva Göbert (von links) ein.  |  NOEN, Wohlmann

Der Kräuterschaugarten wird als Ausflugsziel auch in die anderen G-21-Projekte, wie an den nahe gelegenen Vogelwanderweg, eingebunden. In Zukunft sind hier auch immer wieder Workshops geplant. Mit der Eröffnung des Kräuterschaugartens sind somit alle G-21-Projekte der letzten Jahre erfolgreich umgesetzt. „Dieser G-21-Prozess ist somit abgeschlossen“, sagt Pradl. Weitere Ideen aus dem G-21-Prozess bestehen aber weiter, so wie die Umsetzung eines „Drachenschwanzes“, angelehnt an das Traisner Wappentier, beim Gölsenspitz.