Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:33

von Markus Zauner und Nadja Straubinger

"Trifft uns besonders hart". Neun Mitarbeiter zittern in der St. Veiter Filiale um ihren Job. Ob der Standort und die Postpartnerschaft übernommen werden, steht derzeit in den Sternen.

 |  NOEN, NÖN

Eine einzige Zielpunkt-Filiale gibt es im Bezirk Lilienfeld. Der Standort in St. Veit, an dem kurz vor Weihnachten neun Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz bangen, ist von der Pleite der Supermarktkette dafür gleich mehrfach betroffen.

„Die Zielpunkt-Insolvenz trifft uns natürlich besonders hart, da die St. Veiter Zielpunkt-Filiale zusätzlich auch die Funktion des Postpartners ausübt. Ob der Standort und auch die Postpartnerschaft übernommen werden, ist derzeit noch nicht entschieden“, bestätigt Bürgermeister Johann Gastegger. Der Ortschef hat sofort Kontakt mit der Post AG aufgenommen. „St. Veit soll auch in Zukunft einen Postpartner haben, so die Willenserklärung der Post. Genaueres weiß man allerdings derzeit nicht“, fasst Gastegger das Ergebnis zusammen.

Schließung aktuell noch nicht entschieden

„Zielpunkt ist überschuldet. Trotz intensiver Bemühungen durch alle Mitarbeiter und durch die Eigentümer hat sich die Lage in den letzten Wochen verschlechtert“, erklärt Unternehmenssprecherin Martina Macho von der Pfeiffer-Handelsgruppe. Vor drei Jahren hatte diese Zielpunkt übernommen. 60 Millionen bis 2018 seien für eine Rettung des Unternehmens notwendig. „Trotz des extrem hohen Engagements sind wir nun an den Grenzen der Machbarkeit angelangt“, erklärt Eigentümer Georg Pfeiffer. Das Unternehmen habe auch Altlasten, wie etwa die Strafe aufgrund von Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht, getilgt.

Macho ergänzt: „Der Masseverwalter entscheidet über Filialschließungen und Kündigungen.“ Der winzige Lichtblick: Die noch ausstehenden November-Gehälter und Sonderzahlungen werden durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds gedeckt.