Annaberg , Türnitz , Mitterbach am Erlaufsee

Erstellt am 08. August 2017, 05:55

von Markus Zauner

Gefahr durch Bäume: B20 vor Sperre! . Stark befahrene B 20 ist im Türnitzgraben nächsten Monat zwölf Tage lang unpassierbar.

„Freude haben wir keine damit, die Sicherheit muss aber im Vordergrund stehen“, sagt Alfred Hinterecker zur bevorstehenden Sperre.  |  NOEN, privat

Borkenkäferbefall, Eschensterben und Überalterung: Dieser Mix macht Schlägerungsarbeiten entlang der B 20 im Türnitzgraben zwischen Türnitz und Annaberg unaufschiebbar.

Im Rahmen eines durchgeführten forst- und verkehrsrechtlichen Verfahrens durch die Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld wurde dezidiert festgehalten, dass die betroffenen Schutzwaldbestände „lokal gesehen der Zerfallsphase zuzurechnen sind“. Für die Verkehrsteilnehmer der stark befahrenen B 20 bestehe daher „eine gravierende Gefährdungssituation“.

Sicherheit hat auf der B20 Vorrang

Während der Schlägerungs- und Holzbringungsarbeiten kommt es konkret von Montag, 4. September, bis Freitag, 15. September, zwischen Kilometer 41,9 und 47,6 zu einer vollständigen und durchgehenden Sperre der B 20. „Sicherheit hat Vorrang“, betont Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller. Die Umleitungsroute wird während der forstlichen Sanierungsmaßnahmen über die L 101, die B 21 und die B 214 geführt. Die betroffene Kraftfahrlinie 552 und der Schulbus müssen ebenso die Umleitungsroute benutzen, wobei vier Haltestellen nicht bedient werden können. Der Wallfahrerweg Via Sacra bleibt hingegen während der Schlägerungsarbeiten für Wanderer passierbar.

Saniert werden muss insgesamt eine Waldfläche von rund 30 Hektar, Grundeigentümer sind die Stifte Lilienfeld und Melk.

Erschwert werden die Arbeiten durch das extrem steile und teils felsdurchsetzte Gelände oberhalb der B 20, wodurch während der Sanierung auch mit Steinschlag zu rechnen ist.

Die Bürgermeister von Annaberg, Petra Zeh, und Mitterbach, Alfred Hinterecker, haben der Sperre der B 20 zugestimmt. „Freude haben wir keine damit, die Sicherheit muss aber im Vordergrund stehen“, bringt es Hinterecker auf den Punkt.