Türnitz

Erstellt am 30. August 2016, 04:55

von Markus Zauner

Nachfolgeprojekt: Aus Schandfleck werden Wohnungen. Vierzehn Wohneinheiten sollen Leerfläche im Ort ersetzen. Baubeginn im Frühjahr 2017 geplant.

Bürgermeister Christian Leeb beim Lokalaugenschein: Schon bald soll die Baulücke im Ortszentrum durch Wohnungen ersetzt werden.  |  NÖN

Für viele Schlagzeilen hatte der Abriss des ehemaligen Gasthofs „Schwarzer Adler“ im Ortszentrum gesorgt. Zur Erinnerung: Bürgermeister Christian Leeb gab im Sommer 2011 die Schleifung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes im Türnitzer Ortszentrum in Auftrag — wegen Gefahr im Verzug.

Das Bundesdenkmalamt forderte daraufhin den Wiederaufbau des Objektes, blitzte damit aber zuerst bei der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld und folglich auch beim Landesverwaltungsgericht als letzter Instanz ab.

So schaut die erste Ansicht des geplanten Wohnbaus an der Stelle des abgerissenen Alt-Gasthofs  „Schwarzer Adler“ im Türnitzer Ortszentrum aus.   |  Architekt DI J. Fuchsberger ZT-GMBH

Nachdem im Herbst 2015 ein Schluss-Strich unter die Causa Abriss des „Schwarzen Adlers“ gezogen werden konnte, steht nun ein interessantes Wohnprojekt auf der seit fünf Jahren leer stehenden Fläche vor der Realisierung. Geplant sind vierzehn Wohneinheiten zwischen 56 und 75 Quadratmetern. Ein Bauträger (Namen will Leeb noch keinen nennen) ist laut Türnitzer Ortschef gefunden, konkrete Pläne liegen ebenfalls bereits vor.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass die im Herbst vorgesehene Erhebung nach den geförderten Mietwohnungen den entsprechenden Bedarf ergibt und bereits im Frühjahr 2017 mit der Realisierung begonnen werden kann. Geschätzte Bauzeit: Vierzehn Monate, kalkulierte Errichtungskosten: zwei bis zweieinhalb Millionen Euro.

 „Wir wollen mit diesem Projekt weitere leistbare Wohnungen schaffen und einen Schandfleck aus dem Ort wegbekommen.“

Bürgermeister Christian Leeb 

Die Hauptintention bringt Leeb auf einen einfachen Nenner: „Wir wollen mit diesem Projekt weitere leistbare Wohnungen für junge Leute und Personen mit beschränkten finanziellen Mitteln schaffen und gleichzeitig einen Schandfleck aus dem Ort wegbekommen.“