Erstellt am 07. Juni 2016, 04:55

von Astrid Krizanic-Fallmann

Unter "800er-Marke". Bezirk verzeichnet mit Rückgang von 6,5 Prozent bei den Jobsuchenden abermals das höchste Minus in Niederösterreich.

 |  NOEN, AMS

Dem Lauf der vergangenen Monate entsprechend, sank mit Ende Mai die Zahl der beim Arbeitsmarktservice (AMS) Lilienfeld gemeldeten Jobsuchenden erneut. Mit 796 Personen haben die heimischen Gefilde die „800er-Marke“ unterschritten. Im April standen noch 840 Vormerkungen zu Buche. „Mit einem Rückgang von 6,5 Prozent verzeichnet der Bezirk Lilienfeld abermals das höchste Minus von ganz Niederösterreich“, betont AMS-Geschäftsstellenleiterin Margareta Selch.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit konnte reduziert werden

Laut Statistik fällt die Reduzierung beim weiblichen Geschlecht weiterhin stärker als beim männlichen aus. Aktuell sind 342 Frauen und 454 Männer registriert. Besonders erwähnenswert ist für Selch die Verminderung bei der Langzeitbeschäftigungslosigkeit. „Die Dauer der Arbeitslosigkeit über sechs und über 12 Monate konnte insgesamt um 1,7 Prozent gesenkt werden, damit ist das AMS Lilienfeld die einzige Geschäftsstelle in NÖ, die eine Reduktion geschafft hat“, weiß sie. Leicht gewachsen ist wieder die Zahl der offenen Stellen.

Vor allzu viel Euphorie bezüglich Bilanz warnt aber die AMS-Chefin. „Man darf auf die Personen hinter den Zahlen nicht vergessen“, meint Selch. „Es gibt Einzelschicksale, die von diesem Trend nichts wahrnehmen können, weil ihre Suche trotz Engagement und Eigeninitiative erfolglos bleibt, weil ihr Alter, gesundheitliche Probleme oder Kinderbetreuung die berufliche Integration erschweren beziehungsweise ihre Kompetenzen am Arbeitsmarkt nicht oder nicht mehr nachgefragt sind“, merkt sie an.