St. Veit an der Gölsen

Erstellt am 02. August 2016, 05:14

von Markus Zauner

1.303 Leute gegen Apotheken-Plan in St. Veit. BH kündigt Entscheidung pro oder contra Apotheke für Herbst an. Ortschef mit Resonanz zufrieden.

Freuen sich über die Resonanz auf die Unterschriftenaktion gegen die geplante öffentliche Apotheke: Sozialreferent Christian Fischer, die beiden praktischen Ärzte in St. Veit, Alfred Stalzer und Martin Feistritzer, sowie Bürgermeister Johann Gastegger (v. l.).  |  NOEN

Die Fronten sind klar: Die Apothekerkammer hat ein positives Bedarfsgutachten zur geplanten Eröffnung einer öffentlichen Apotheke in St. Veit abgegeben und verweist auf die Vorteile. „Überall dort, wo eine Apotheke in den vergangenen Jahren eröffnet hat, hat sich die Arzneimittelversorgung deutlich verbessert“, argumentiert die Interessenvertretung.

Ich sehe die vielen Unterschriften als Auftrag, für den Erhalt der Hausapotheken zu kämpfen.“
 

Bürgermeister Johann Gastegger

Dem gegenüber stehen die beiden praktischen St. Veiter Ärzte Alfred Stalzer und Martin Feistritzer sowie der gesamte örtliche Gemeinderat. Sie sehen die ärztliche Versorgung in der 3.920-Seelen-Gemeinde gefährdet, weil im Falle einer öffentlichen Apotheke die Hausapotheken der Mediziner geschlossen werden müssten und das Praktizieren damit kaum bis nicht mehr rentabel sei. Dieser Ansicht sind insgesamt 1.303 Personen, sie haben die von Ärzten und Gemeindeführung um Bürgermeister Johann Gastegger (SPÖ) initiierte Unterschriftenaktion gegen die öffentliche Apotheke unterstützt. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es ist ein Beweis dafür, dass die Bevölkerung hinter uns steht. Ich sehe die vielen Unterschriften als Auftrag, für den Erhalt der Hausapotheken zu kämpfen“, erklärt Ortschef Johann Gastegger.

Übergabe der Liste diese Woche geplant

Noch im Laufe dieser Woche sollen die gesammelten Unterschriften an die Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld, die über die Genehmigung oder Nichtgenehmigung der öffentlichen Apotheke entscheiden muss, übergeben werden.

„Das Ermittlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die Apothekerkammer wurde mit Zusatzfragen zur Erstellung eines abschließenden Gutachtens befasst“, informiert Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller zum Status quo.

Eine Entscheidung pro oder contra die öffentliche Apotheke kündigt Kemetmüller für den Herbst an.