Erstellt am 08. April 2016, 04:14

von Nadja Straubinger und Markus Zauner

"Versorgung durch Notarzt sichergestellt". Rotes Kreuz Lilienfeld wird sich für Notarzt-Dienst bewerben. In notärztlicher Betreuung soll es keine Änderung geben.

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Für Unsicherheit in der Bevölkerung im Bezirk sorgt derzeit die EU-weite Ausschreibung der Notarzteinsatz-Dienste ab 2017, im Zuge derer landesweit zehn von 32 Notarzt-Stützpunkten fallen könnten. Der Bezirk Lilienfeld fällt gemeinsam mit St. Pölten, St. Pölten Land und Tulln in „Los 2“. Mindestens vier Stützpunkte sind in diesem Bereich vorgesehen. Bis zum 14. April läuft die Bewerbungsfrist.

„Die Versorgung durch einen Notarzt ist jedenfalls sichergestellt“, betont Rotes-Kreuz-Bezirksstellenleiter Patrick Killmaier, der bestätigt, an der Ausschreibung teilnehmen zu wollen. Das Rote Kreuz Lilienfeld sei federführend gewesen bei der Etablierung des Notarztsystems im Bezirk. Die nötige Infrastruktur ist vorhanden. Für die Bevölkerung ändere sich auch nichts, wenn das Rote Kreuz den Zuschlag nicht bekommt. Der Rettungsdienst, die Kernkompetenz des Roten Kreuzes, werde jedenfalls weitergeführt.

Günther Haslauer, Sprecher von Landeshauptmann Wolfgang Sobotka, betont im NÖN-Gespräch: „Das wird sicher kein Sparpaket.“ Die Finanzierung sei gesichert und das Land NÖ rechne mit keiner Einsparung, schließlich habe sich die Einsatzhäufigkeit von Notärzten in den vergangenen Jahren versiebenfacht. „Angesichts auslaufender Verträge haben wir neu ausschreiben müssen – und geben damit Rettungsdiensten die Möglichkeit, ihr konkretes Konzept selbst zu gestalten“, so Haslauer.