Erstellt am 18. Mai 2016, 05:34

von Claudia Stöcklöcker

Wegen Facebook-Posting vor Gericht: "Kein Gewaltaufruf". Ein Posting auf Facebook brachte St. Aegyderin vor den Strafrichter. Von Verhetzung wurde sie nun freigesprochen.

 |  NOEN, Symbolbild

„Da gibt es Leute, die sich noch wehren, würde auch nicht schaden, das Flüchtlingsheim beim Stiefsohn abzufackeln“, schrieb eine St. Aegyderin auf Facebook und kommentierte damit ein Foto eines abgebrannten Heims in Deutschland.

Wegen Verhetzung sitzt sie nun vor dem Strafrichter im Prozess am Landesgericht St. Pölten. „Ich habe schlechte Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht“, sagt sie im Prozess. Weil Kinder am Weg zur Schule bei dem Heim vorbeigehen, habe sie Angst um deren Sicherheit gehabt und verhindern wollen, dass Flüchtlinge im Gasthaus untergebracht werden.

Der Richter spricht die Angeklagte frei, für ihn ist der Tatbestand nicht erfüllt. „Die Angeklagte hat nicht zu Gewalt gegen Flüchtlinge aufgerufen“, sagt er. Und meint: „Ängste muss man ernstnehmen.“