Erstellt am 12. November 2015, 05:03

von Astrid Krizanic-Fallmann

Weniger Jobsuchende. Ende Oktober waren im Bezirk 812 Personen arbeitslos vorgemerkt. Zahl ist im Vergleich zu 2014 um 2,5 Prozent gesunken.

 |  NOEN, Krizanic-Fallmann

Gegen den Trend in Niederösterreich, wo die Arbeitslosigkeit mit Stand Ende Oktober um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, ist die Zahl der Menschen ohne Job hierzulande um 2,5 Prozent gesunken.

Ende des letzten Monats waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) Lilienfeld 812 Personen vorgemerkt. Das sind um 21 Betroffene weniger als zum gleichen Zeitpunkt 2014. „Die niedrigeren Zahlen betreffen alle Altersgruppen und vor allem Frauen“, berichtet AMS-Geschäftsstellenleiterin Margareta Selch. Die Zahl der Arbeitslosen in Schulungen ist laut Selch im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 4,3 Prozent auf insgesamt 178 Leute gesunken.

„Die Konjunktur und den Arbeitsmarkt können wir nicht beeinflussen, manchmal können wir eine passende Arbeitsstelle anbieten, manchmal nur Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen“, sagt die AMS-Chefin. „In jedem Fall werden wir das Engagement für unsere Kundinnen und Kunden im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden gesetzlichen und budgetären Rahmenbedingungen weiter fortsetzen.“

Ein Dauerprogramm für punktgenaue Schulung von Arbeitssuchenden bildet FIT („Frauen in Handwerk und Technik“), das laufend mit Interessierten aus dem Bezirk besetzt wird.

Recherchen zu Erfinderinnen

Projektleiterin Monika Braith und Trainerin Martina Knecht vom FIT-Team übergaben letzten Dienstag eine im Kurs gefertigte Litfaßsäule in Streichholzform an das AMS Lilienfeld. Passend zu den Zielberufen der Teilnehmerinnen wurde zu Erfinderinnen recherchiert. So beruhen etwa die Patente von Mode aus Kork, der Windel, wasserfesten Wimperntusche, abgeblendeten Scheinwerfer oder dem Notstopp für Rolltreppen auf Ideen des weiblichen Geschlechts. „Streichhölzer sind den Chinesinnen zu verdanken“, zählt Knecht ein weiteres Beispiel auf. 
„Auch in späteren Lebensjahren sollten Frauen einen Berufsumstieg wagen“, rät indes FIT-Projektleiterin Braith.