Erstellt am 20. Januar 2016, 05:53

von Gila Wohlmann

"Weniger über Zustand der Politik ärgern". Hainfelder Ortschef Albert Pitterle über seinen Neujahrsvorsatz, den weiteren Ausbau und die Finanzentwicklung der Stadt Hainfeld.

Hainfelds Bürgermeister Albert Pitterle: »Weitere neue Geschäfte sind wünschenswert!«  |  NOEN, zVg

NÖN: Worauf sind Sie im Jahr 2015 stolz?
Albert Pitterle:
2015 war ich auf die finanzielle und politische Unabhängigkeit der Stadt Hainfeld stolz. Wir haben nach der Gemeinderatswahl die Gemeindeabgaben nicht erhöht und somit den Haushalten steigende Betriebskosten erspart. Ich habe mich auch über die große Zustimmung bei den Gemeinderatswahlen und bei der Wahl zum Bürgermeister gefreut.

Wie lief die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen?
Die Zusammenarbeit der Fraktionen verläuft sehr sachlich, im Interesse der Stadt Hainfeld. Ich pflege ein freundschaftliches Verhältnis mit allen Gemeinderäten.

Ihr persönlicher Neujahrsvorsatz?
Mein persönliches Ziel ist es, mich in Hinkunft weniger über den Zustand der Politik zu ärgern, um weiter gesund zu bleiben.

Was wird 2016 fortgesetzt?
In diesem Jahr werden der Bauhof, das Feuerwehrhaus, die Photovoltaikanlagen und die Straßenbeleuchtung abgeschlossen. Zusätzlich wird die Pflasterung um das Schwimmbecken im Stadtbad neu gestaltet. Es gibt auch Projekte für das alte Feuerwehrhaus und die Innenstadtgestaltung. Das ehemalige Bezirksgericht soll belebt werden.

Welche Bilanz ziehen Sie zur Finanzentwicklung der Gemeinde?
Die Stadtgemeinde Hainfeld war seit der Finanzkrise 2008 nie Ausgleichsgemeinde. Die 2010 begonnenen Organisationsreformen in der Gemeindeverwaltung sollen bis 2017 abgeschlossen sein. Dann sollten die Gemeindefinanzen auch kommende Rückschläge überstehen können.

Wie wollen Sie Hainfeld noch mehr als Einkaufsstadt in der Region positionieren?
Zur Stärkung der Infrastruktur sind weitere neue Geschäfte wünschenswert. Der Verein „Wir Hainfelder“ und die Stadtgemeinde sind mit einigen Vermietern sehr bemüht. Leider arbeiten nicht alle Vermieter an einer belebten Einkaufsstraße mit. Für 2016 wollen wir weiter in die Erneuerung der Infrastruktur investieren und für die Zukunft vorsorgen.

Wie lauten Ihre Wünsche an die Landes- und Bundespolitik?
Von der Landespolitik wünsche ich mir weiterhin die Unterstützung bei Infrastrukturprojekten, die Bundespolitik wäre gut beraten, die Gemeinden einzubinden, um über die ehrenamtlichen Gemeindefunktionäre die Sorgen der Menschen zu spüren.