Wilhelmsburg , St. Veit an der Gölsen

Erstellt am 10. August 2016, 05:19

von Birgit Kindler

Stockerhütte soll bald wieder aufsperren. Nach Sieg bei Landesverwaltungsgericht wollen die Naturfreunde die Hütte rasch für einen neuen Pächter vorbereiten.

 |  NOEN, NÖN

Paukenschlag in der Causa Stockerhütte: Das beliebte Ausflugsziel soll schon bald wieder eröffnen. Das kündigten die Naturfreunde nach der Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts an, die den Bescheid der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten bestätigt. Demnach müssen die Anrainer die Nutzung der Forststraße zur Hütte dulden, deren Beschwerde wurde abgewiesen. „Damit haben wir ein Teilziel erreicht“, betont Wolfgang Strasser von den Naturfreunden, denn auch wenn die Gegenpartei zum Verwaltungsgerichtshof gehe, müsse bis dahin die Durchfahrt erlaubt werden.

Nachdem der letzte Pächter das Handtuch geworfen hatte, weil die Versorgung über den Forstweg verhindert wurde, steht die Stockerhütte seit über einem Jahr leer. Die Naturfreunde wollen jetzt alles auf Vordermann bringen. „Seit über einem Jahr ist das Wasser nicht mehr geronnen. Auch die Gastherme muss von Handwerkern überprüft werden – die durften ja bis jetzt nicht rauffahren“, so Strasser.

Dann wollen die Naturfreunde eine Betriebsanlagengenehmigung beantragen. Zumindet hier herrscht Klarheit: Das Gebäude, das auf der Grenze der Gemeinden Wilhelmsburg und St. Veit/Gölsen stand, liegt nach einer Grenzverschiebung mittlerweile komplett in St. Veit. Ab Herbst soll alles für einen möglichen Pächter vorbereitet sein.

„Hofbereich ist keine Forststraße“

Nicht ganz so klar ist die Entscheidung für Anrainer-Anwalt Stefan Gloß. „Eine generelle Erlaubnis zum Befahren des Weges besteht nicht. Im Hofbereich ist keine Forststraße. Eine Erlaubnis für einen Pächter ist überhaupt nicht gegeben“, betont er und kündigt an: „Das nächste Wort wird der Verwaltungsgerichtshof sprechen.“ Die Anrainer hätten kein Interesse, die Diskussion über die Stockerhütte über die NÖN zu führen.

Außerdem würde für die Stockerhütte keine Baubewilligung und keine Benützungsbewilligung bestehen, so Gloss. „Dies wissen die Herren Bürgermeister von Wilhelmsburg und St. Veit ganz genau, ebenso die Herren Bezirkshauptleute von St. Pölten und Lilienfeld“, sagt der Rechtsanwalt. Die Anrainer würden davon ausgehen, dass die Herren im Rahmen ihrer Amtspflichten darauf achten, dass die Stockerhütte nicht bewohnt und nicht bewirtschaftet werden darf.