Erstellt am 19. Oktober 2016, 04:58

von Birgit Kindler

Urteil: Landwirt muss Zufahrt dulden. Verwaltungsgerichtshof erlaubt Versorgung der Schutzhütte. Weg bleibt aber trotzdem weiterhin unzugänglich.

 |  NOEN, NÖN

Schon bis zum Verwaltungsgerichtshof hat sich die Causa Stockerhütte gezogen – jetzt gibt es einen Beschluss. „Der Verwaltungsgerichtshof hat die Revision des Landwirtsehepaars Schmalzl zurückgewiesen“, teilt Wolfgang Strasser von den Naturfreunden mit. Damit sei nun endgültig rechtskräftig und vollstreckbar entschieden, dass Familie Schmalzl verpflichtet sei, das Befahren der Forststraße zur Versorgung der Stockerhütte zu dulden. „Es ist also zu hoffen, dass das Landwirtsehepaar sich an die gesetzliche Verpflichtung hält“, so Strasser.

Forststraße wegen Waldarbeiten gesperrt

Doch die Hoffnungen von Strasser werden nicht erfüllt. „Der Weg ist derzeit und in der nächsten Zeit berechtigterweise geschlossen“, teilt Stefan Gloß, Anwalt der Familie Schmalzl, mit. Die Naturfreunde würden darüber Bescheid wissen. „Es wurde aber schon bekannt gegeben, dass meine Mandantschaft die Situation mit der Stockerhütte nicht in der NÖN diskutiert“, so Gloß weiter.

Für Strasser ist der Weg unberechtigterweise geschlossen. „Waldarbeiten werden als Ausrede verwendet“, sagt Strasser. Die Naturfreunde wollen die Stockerhütte selbst bewirtschaften und haben vor, die Versorgung aus der Luft durchzuführen. „Wir müssen schließlich auch heizen und Pellets und Holz raufbringen. Die Kosten für den Hubschrauber werden wir einklagen“, so Strasser.