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11.10.2011 | 00:00 |
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Biogasanlage hat einen neuen Betreiber: GEM
GEM-Geschäftsführer Johann Glöckl und Betriebsleiter Helmut Riedler vor der Biogasanlage Amstetten. Der Betrieb wird weitergeführt, die vier Beschäftigten wurden vom neuen Besitzer übernommen.KOVACS
BETRIEB GESICHERT / Tochterfirma der deutschen GETEC-Gruppe hat Anlage übernommen und wird sie weiterführen.

VON HERMANN KNAPP

AMSTETTEN / In der Vorwoche wurde es amtlich: Mit konkursgerichtlicher Genehmigung ging der Verkauf der Amstettner Biogasanlage an die GEM (Gesellschaft für Energieversorgung und -management mbH) über die Bühne. GEM ist eine Tochterfirma der deutschen GETEC-Gruppe, einem Unternehmen, das sich auf Energiehandel und Energieversorgung spezialisiert hat. Geschäftsführer der GEM ist ein - in Amstetten - alter Bekannter: Johann Glöckl. Er war vor Jahren Geschäftsführer der WBG (Wärme Betriebs-GmbH, einer Kellag-Tochter) und federführend am Aufbau des Fernwärmenetzes in Amstetten beteiligt. Später war er auch Geschäftsführer der SWH (Strom und Wärme aus Holz). Die letzten Jahre war Glöckl in Deutschland tätig und kehrt nun nach Österreich zurück. Für die Biogasanlage in Amstetten sieht er durchaus eine rosige Zukunft. „Es ist zwar schwierig aus Abfall Strom zu erzeugen, ich glaube aber, dass es die sinnvollste Methode ist - und auch ökonomisch machbar.“ Er kündigt auch einige Investitionen im Werk an.

Glöckl berichtet, dass er schon vor dem Konkurs ein Übernahmeangebot für die Biogasanlage gelegt habe. Der Handel sei damals aber am Veto der Hypo Alpe Adria gescheitert.

Der Konkurs brachte für den neuen Betreiber auch Vorteile: „Denn damit ist der Vertrag mit dem Gemeindeverband für Umweltschutz hinfällig. Der Biomüll enthielt grobe Verunreinigungen und verursachte damit immer wieder Probleme.“ Man werde aber, so Glöckl, auch weiterhin Biomüll übernehmen. „Mit der Firma Fuchsluger gibt es schon eine Absprache, dass sie den Biomüll der Region Waidhofen anliefert. Und wir haben auch eine Zusage vom GVU Melk über die Anlieferung gut sortierten Biomülls.“ Glöckl geht davon aus, dass künftig in der Anlage etwa 20 Prozent Speisereste, 30 Prozent überlagerte Lebensmittel und 30 Prozent Biomüll verarbeitet werden. Der Rest wird Indus trieabfall sein - von der Ybbstaler, der Bergland und anderen.

„Sehr wichtig für uns ist, dass der Öko-Stromvertrag weiterläuft und dass wir auch weiterhin Amstetten mit Fernwärme versorgen. Das war auch eine Bedingung für die Übernahme und das hat der Masseverwalter zustande gebracht“, sagt Glöckl.


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