AMSTETTEN / Die Mosttaufe ist immer die erste Großveranstaltung im Jahr, die die dynamische Entwicklung entlang der Moststraße zum Ausdruck bringt.
Heuer stand sie ganz im Zeichen der Genuss-Regionen des Mostviertels. Zur Feier des Schutzpatrons der Mostbauern, des heiligen Sebastians, gab sich bei der Mosttaufe des Obstbauverbandes Mostviertel im Mostheurigen am Ödhof der Familie Toni und Irmi Distelberger viel Prominenz ein Stelldichein.
„A Göd steht grad fürs Patenkind“ - so heißt es hierzulande, und unter diesem Motto nahm der diesjährige Mostpate, Buchautor und Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer, die Patenschaft gerne an. Die Segnung des „Taufmostes“ - eine Amstettner Birne - nahm Pfarrer Peter Bösendorfer von der Pfarre St. Stephan unter der Assistenz von Mostkönigin Christina Harm vor.
Doch es wurde nicht nur ein erlesenes Produkt aus der Region präsentiert, sondern auch Kunst und Kulinarik kamen bei diesem Fest nicht zu kurz. Zum einen gab es die Begleitvernissage der Strengberger Künstlerin Ulrike Alena zum Thema „Das Mostviertel“ in Acryl auf Leinwand und zum anderen flotte Rhythmen der Band „jAzzless“ unter der Leitung von Roland Winkler. Als krönenden Abschluss gab es eine Leseprobe aus der topaktuellen Neuerscheinung von Paulus Hochgatterers „Katzen, Körper, Krieg der Knöpfe – Eine Poetik der Kindheit“.
Übrigens ist der Mostgöd ein Cousin von Toni Distelberger, der einen Teil seiner Kindheit am Ödhof des Mostproduzenten verbracht hat. Im Täuflingsmost erkannte Hochgatterer die Affinitäten zum steirischen Sauvignon Blanc und zu taufrischem Gras.
„Es war sehr schön - es hat mich sehr gefroren“ - hätte der Kaiser vor rund 100 Jahren gesagt. Die Witterung hat den Mostkeller zum Eiskeller umgewandelt und zahlreiche Besucher klagten der Kälte.







