AMSTETTEN / Ein 71-jähriger Pensionist aus Amstetten wollte am Sonntag, 29. Jänner, gegen 10.55 Uhr, mit seinem Pkw den mit einer Lichtanlage gesicherten, aber unbeschrankten Bahnübergang in der Nordlandstraße in Greinsfurth in Richtung B121 überqueren. Dabei dürfte der Lenker den aus Amstetten kommenden Regionalzug übersehen haben. Der Pkw wurde im vorderen Bereich vom Zug erfasst und zirka 40 Meter mitgeschleift. Der Lokführer hatte zwar bereits eine Notbremsung eingeleitet, konnte einen Zusammenstoß aber nicht mehr vermeiden. Nach zirka 170 Metern brachte er den Zug zum Stillstand. Der Lenker wurde durch den massiven Aufprall in seinem Fahrzeug eingeklemmt, aber dabei nur leicht verletzt.
Nach der Erstversorgung durch das Notarztteam Amstetten befreiten Einsatzkräfte der Feuerwehren Greinsfurth und Amstetten das Unfallopfer aus dem Wrack. Der Autolenker wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Landesklinikum Amstetten eingeliefert. Am Pkw entstand Totalschaden.
Ortsvorsteher Johann Waser ist über diesen neuerlichen Unfall an einer der beiden Eisenbahnkreuzungen in Greinsfurth betroffen. Nach dem tödlichen Unfall am 6. Jänner des Vorjahres, als eine 39-jährige Pkw-Lenkerin aus Krummnußbaum noch an der Unfallstelle verstorben war, hatte das Land NÖ als oberste Eisenbahnbehörde der ÖBB ja die Errichtung von Schrankenanlagen an beiden Bahnkreuzungen vorgeschrieben. Nach derzeitigem Stand der Dinge sollen diese bis April 2013 errichtet werden.
„Man kann nicht sagen, ob Schranken diesen Unfall verhindert hätten. Ich hoffe aber, dass die ÖBB das Projekt schon früher fertigstellen kann. Die Stadt, die ja die Hälfte der Kosten - 450.000 Euro - übernimmt, würde dieses Geld sicher auch heuer schon beisteuern“, meinte Waser.
Auch am 6. Juli 2011 war es in Greinsfurth zu einer Kollision zwischen Regionalzug und Pkw gekommen: Das betroffene Ehepaar aus dem Waldviertel erlitt ebenfalls leichte Verletzungen.







